Im Unterrichtszimmer «Tubenmoos» bemalen Lisa, Maurine und Muriel mit Buntstiften ein Osterei. Pascal, Méline und einige Erwachsene bemustern weisse Becher. Mit Zuckereilis verziert Joshua seine drei Donnats, die er dann ins selbst gemachte Osterkörbchen legt. Zahlreiche Ateliers animieren so zum schöpferisch Tätigsein. Verantwortlich fürs Basteln sind dieses Jahr Kirchenpflegerin Nicole Raisle sowie Aurelia Sekinger. In der Kaffeestube verwöhnen fleissige Helferinnen die Gäste mit leckeren Kuchen.

Und in der Kirche laden Elisabeth Stierli, Anne-Kathrin Brütsch und Bernie Roth zum Singen ein. Da werden die Lieder für den Gottesdienst eingeübt - begleitet von den Querflötistinnen Susanne Brütsch und Monika Schneiter. Das Lied «Lasst uns miteinander, lasst uns miteinander, singen, beten und loben den Herrn» ertönt erfrischend aus jungen und jung gebliebenen Kehlen. Dazu wird geklatscht und die Hände in die Höhe gehalten.

Kirchgemeinde gemeinsam erleben

Bereits zum siebten Mal haben die Verantwortlichen der Reformierten Kirchgemeinde Urdorf am Ostersamstag kreativ, spielerisch, singend und besinnlich aufs Osterfest eingestimmt. Dazu betont Pfarrerin Anne-Kathrin Brütsch: «Für mich gehören Karfreitag und Ostern - der Tod und die Auferstehung von Jesus Christus - untrennbar zusammen. Mir und dem ganzen Vorbereitungsteam ist ebenso wichtig, die drei Tage als Kirchgemeinde gemeinsam zu erleben.

Ja, die Osterfreude steckt wirklich an, weil die Lieder und auch die Klänge der Querflöten daheim beim Familienfest bestimmt weiter klingen. Dazu ergänzt Monika Schneiter, die sich neu im Team der Sonntagsschule Urdorf engagiert: «Es freut mich sehr, dass wir erneut zusammen etwas auf die Beine stellen konnten, um dabei die Herzen der Menschen sprechen zu lassen.»

Ums Osterfeuer versammelt

In der Kirche sitzt die altersübergreifende Gemeinschaft und singt erneut Lieder. Bei dieser Gelegenheit wird Pfarrstellvertreter Jürg Steiner aus Brüttisellen vorgestellt. In Bild und Worten vernimmt Klein und Gross die Geschichte «Der Ostermorgen» von Regine Schindler». Anschliessend versammelt sich die stattliche Osterfamilie vor der Kirche und schart sich im Kreis ums Osterfeuer. Sigrist Werner Müller hilft zwei grösseren Mädchen beim Anzünden der Osterkerzen. Dabei blasen ihnen immer wieder Windstösse entgegen. Diese lassen die Kerzen vorerst kaum aufleuchten. Dann werden die Flammen auf die kleinen Kerzen weitergegeben, welche jedermann in den Händen hält.

Bei einem Dialog zwischen dem Pfarrer Jürg Steiner und Pfarrerin Anne-Kathrin Brütsch geht es um die Bedeutung der Oster- und Taufkerze. Nach dieser eindrücklichen Runde wartet in der Kaffeestube ein feines Büffet. Zu dieser «Teilete» haben all die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas beigetragen, damit niemand hungrig und durstig den vorösterlichen Ort verlassen muss. Am Schluss des besinnlichen Nachmittags strahlt der Fünftklässler Joshua Steiner: «Ich fand die Workshops lustig und auch das Osterfeuer hat mich recht beeindruckt.»