Er gehört zum Trainerstaff des 2.-Liga-Teams, spielt aber auch selber noch mit – mit 41 Jahren. «Ich habe früher sehr viel trainiert», sagt der ehemalige Nationalliga-B-Spieler. «Dabei hat man sich einige Dinge antrainiert, zum Beispiel die richtige Schusstechnik und auch das taktische Verhalten.»

Blättler ist mit seinen 41 Jahren noch nicht mal der Älteste in der Mannschaft. Mit Mario und Sascha Schönholzer gehören Spieler dem Kader an, die ein beziehungsweise drei Jahre älter sind. Das Team um Blättler wird auch als dasjenige der Routiniers bezeichnet. Die jüngeren Spieler sind dagegen in der 3.-Liga-Mannschaft unter dem Übernamen Rookies aktiv.

Bezeichnungen wie Herren 1 und Herren 2 benutze man nicht mehr, so Blättler: «Wir möchten nicht mehr diesen Wettkampf Alt gegen Jung. Alt und Jung sollen zusammenspannen.»
Dass die arrivierten und die jungen Spieler gemeinsam spielen, ist aber nicht nur im Training so.

Die jüngeren Akteure, die normalerweise in der 3. Liga spielen, werden auch in der Meisterschaft in der 2.-Liga-Mannschaft eingesetzt. Eine Durchmischung, die durchaus gewollt ist. «Der Vorstand macht das sehr gut», sagt Blättler. «Es ist toll, dass viele Junge nachgezogen werden. Denn so können auch wir mehr auf junge Spieler zurückgreifen.» Auch deswegen habe die 2.-Liga-Mannschaft eine breitere Basis bekommen.

Vom gegenseitigen Austausch profitieren beide Mannschaften auch in Bezug auf die Resultate. So haben die Rookies bisher alle ihre acht Partien gewonnen und führen die Tabelle souverän an. Und die Routiniers, die in der vergangenen Saison den vorletzten Platz belegten und so gerade noch den Abstieg verhinderten, konnten von elf Spielen immerhin neun für sich entscheiden.

Was ist aus Blättlers Sicht das Erfolgsgeheimnis in dieser Saison? «Es liegt auch daran, dass wir weniger Verletzte haben», sagt er. «Aber wir sind insgesamt eine gute Truppe.»
Dennoch mussten Blättler und seine Teamkollegen auch zwei Niederlagen wegstecken: gegen Küsnacht und gegen Wetzikon. Küsnacht ist in dieser Saison allerdings das Mass aller Dinge mit dem Punktemaximum aus elf Partien. Wetzikon dagegen liegt hinter der SG Dietikon-Urdorf auf Platz 3. «Gegen Wetzikon hatten wir schlicht keine Lust», sagt Blättler.

Blättler nimmt die Niederlage jedoch einigermassen gelassen. Denn Druck verspürten die Limmattaler nicht. So sei der Aufstieg in die 1. Liga, aus der sie einst abgestiegen sind, kein Thema. «Ich glaube, das käme für den Verein noch zu früh», sagt er. «Zudem müssten wir deutlich mehr trainieren als jetzt.»

Etwas, was man nicht unbedingt anstrebt: «Viele von uns haben auch Familie», sagt Blättler, der selber Vater ist. «Da hat man deutlich weniger Zeit. Und genau das ist eben der Vorteil in der 2. Liga: Wir können mitspielen, ohne viel trainieren zu müssen.»

Und wie beurteilt er einen allfälligen Aufstieg der Rookies in die 2. Liga? «Das wäre natürlich schön, wenn man wieder zwei Mannschaften in der 2. Liga hätte», so Blättler.

Letzte Partie gegen Stäfa

Ohnehin seien die älteren Spieler vor allem zum Plausch dabei, so Blättler. «Aber klar: Wir haben schon das Ziel, unsere Partien zu gewinnen. Ein bisschen anstrengen wollen wir uns schon.»

So auch übermorgen Samstag, wenn die Limmattaler zu ihrer letzten Partie in diesem Jahr antreten. Dann spielen sie gegen Stäfa. «Da wollen wir unbedingt noch einen Sieg holen», sagt Blättler. «Und auch Küsnacht wollen wir in der Rückrunde noch schlagen.»