Dietikon
Die Gummiboote sind los – dank dem heissen Wetter

An einem heissen Tag kann es auf der Dietiker Nötzliwiese sehr geschäftig werden. Es wird gespielt, grilliert oder gefläzt. Immer wieder landen Gummiboote am Ufer. Der Pfingstsonntag war da keine Ausnahme.

David Hunziker
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Hochsommerliches Pfingstwetter lockt Gummibootfahrer und Grillfreunde auf die Nötzliwiese an der Limmat gleich hinter dem Bahnhof Dietikon.
8 Bilder
Gross und Klein geniessen die Fahrt in ihrem Gummiboot.
Auch das Essen kommt nicht zu kurz.
Diese Familie hat den Weg von Zürich her mit ihrem Gummiboot bewältigt.
Die Enten lassen sich von den Badegästen nicht beirren.
Gummiboote auf der Limmat
Bei dieser Hitze ist ein Bad in der kalten Limmat sehr willkommen.
Ganze Familien haben ihre Mittags- und Abendessen nach draussen verlegt.

Hochsommerliches Pfingstwetter lockt Gummibootfahrer und Grillfreunde auf die Nötzliwiese an der Limmat gleich hinter dem Bahnhof Dietikon.

David Hunziker

Das ältere Paar, das sachte ins Wasser steigt und gemütlich ein paar Längen schwimmt, hat den Fluss noch für sich. Es ist kurz vor Mittag, die Temperatur steigt stark an. Doch das Dietiker Limmatufer ist an diesem Pfingstsonntag noch ruhig. Ein paar Kinder spielen auf dem Spielplatz, eine Familie installiert Grill und Picknickdecke.

Schon bald wird hier ein Gummiboot nach dem andern eintreffen. Schliesslich ist es einer der wärmsten Pfingsttage seit Messbeginn und die Nötzliwiese einer der besten Landeplätze für Gummiboot-Fahrten über die Limmat.

Den Anfang macht eine Familie aus Dietikon. Eine eineinhalbstündige Fahrt von Zürich liegt hinter ihnen. «Wir haben dieses Gummiboot gerade neu angeschafft», meint der Vater. «Es hat sich wirklich gelohnt, die Kinder hatten einen Riesenspass.» Die Strömung der Limmat sei langsam, die Fahrt also sehr gemütlich und für Kindern ideal.

Gleich daneben plantscht ein Pärchen im Wasser. Er spritzt und lacht, sie lacht auch und schiesst Fotos mit ihrem Smartphone.

Die kleine Insel neben der Nötzliwiese bleibt von den Enten besetzt, doch am Ufer nebenan lassen sich immer mehr Leute nieder. Eine Baslerin und ein Deutscher, die beide in Dietikon leben, haben zusammen mit einem Mann aus Oerlikon eine Decke ausgebreitet. Daneben steht eine Kiste mit kühlem Bier. «Ich komme schon seit mehreren Jahren hier an die Limmat», sagt der Mann aus Oerlikon. Hier sei es nicht so überfüllt wie am Zürichsee - und natürlich sei auch die Gesellschaft gut. Wenn er mit seinen Bekannten auf die Nötzliwiese kommt, muss die Decke immer am genau gleichen Platz ausgebreitet werden.

«Eigentlich gibt es hier nur zwei Nachteile», meint die Baslerin. «Sie könnten hier ruhig öffentliche WCs aufstellen. So müssen wir immer zum Bahnhof rauf.» Und: «Manche Velofahrer rasen hier vorbei, als würden sie ein Rennen veranstalten.» Der Deutsche nickt zustimmend und fügt an: «Ich werde selbst werde nicht unter einem Fahrrad landen, aber wenn die Kinder hier am Weg spielen, ist das manchmal schon sehr gefährlich.»

Auf der Limmat fährt gerade das nächste Gummiboot vorbei, auf dem ein paar Jugendliche in der Sonne fläzen und den Leuten am Ufer zuwinken. Sie fahren noch etwas weiter und verlassen das Wasser erst kurz vor dem Wehr. Ein Boot nähert sich jetzt dem Ufer und es finden sich darin alle Sorten von Passagieren: Zwei Männer, von denen gleich jeder ein Boot für sich allein bedient, zwei Jugendliche, die nur mit Luftmatratzen unterwegs sind, oder ein Pärchen, das unter einen Sonnenschirm gekuschelt hat.

Die Stimmung an der Limmat ist ruhig und friedlich. Auch die «Sicherheit Intervention Prävention sip züri», die an solchen Tagen manchmal hier patrouilliert, ist nirgends zu sehen. Hinter den Bäumen haben sich auf der grossen Wiese einige Gruppen - teilweise mit vielen Kindern - zum Grillieren versammelt. Ganze Bankette von Grillgut liegen auf grossen Wolldecken aus und manchmal wird einem sogar ein Spiesschen angeboten. Die Nötzliwiese ist bereit für einen heissen Sommer.