Es kommt zur Kampfwahl. Wie die GLP in einer Mitteilung schreibt, nehme die Partei ihre politische und gesellschaftliche Verantwortung für Schlieren wahr und biete mit der Kandidatur von Nikolaus Wyss für den Stadtrat eine echte Alternative zu den alteingesessenen Parteien. «Damit entsprechen wir einem in der Bevölkerung weitherum geäusserten Wunsch nach einer fairen Auswahl von Stadtratskandidaten», heisst es weiter.

Der 64-jährige studierte Ethnologe Wyss war über elf Jahre lang Rektor an der Hochschule Luzern - Design & Kunst und Mitglied der Geschäftsleitung der Hochschule Luzern. Er sein wesentlich am Auf- und Ausbau dieser Institution auf Hochschul-Niveau beteiligt gewesen und habe sie mit Forschung, Dienstleistungen und erfolgreichen Weiterbildungsangeboten auf eine solide Grundlage gestellt, schreibt die GLP.

Wyss weise dementsprechend eine langjährige Führungserfahrung und eine hohe Sozialkompetenz aus. «Er weiss, wo die Probleme liegen und wie sie anzupacken sind, und er versteht, dass viele Probleme in Schlieren nur im Dialog mit der Bevölkerung und zwischen den Departementen, oft sogar nur im Verbund mit anderen Gemeinden, gelöst werden können», hält die GLP fest.

In seinem Wohnquartier, dem Storchennest, habe Wyss einen Nachbarschafts-Verein gegründet, heisst es weiter. «Er ist auch Mitglied der Steuergruppe des Projekts Schlieren-Südwest, das sich im Rahmen des Bundesprogramms ‹projet urbain› für die Quartierentwicklung und Integration einsetzt und dabei einem gesamtheitlichen und partizipativen Vorgehen verpflichtet ist», schreibt die GLP. Durch seine längeren Auslandaufenthalte verstehe er Personen aus fremden Kulturen gut und könne Entscheidendes zu deren Integration beitragen. Aber auch Bauliches sei ihm ein Anliegen. Die Belebung und Neupositionierung des Kesslerplatzes im Rahmen des Baus der Limmattalbahn sei ihm wichtig.

Die Zentrumsentwicklung Schlierens betrachtet er als grosse städtebauliche Herausforderung und auch als Chance.

Fünf Bisherige und drei Neue

«Schlieren ist dabei, sich im Limmattal und gegenüber Zürich neu zu positionieren», sagt Wyss. Aus welchen Elementen diese Position bestehe, sei aber noch nicht abschliessend bestimmt. «Hier mitzugestalten unter Berücksichtigung von ökologischen Anliegen, nachhaltiger Stadtentwicklung und guten Bedingungen für die Wirtschaft und das Gewerbe, interessiert mich sehr», so Wyss.

Für die GLP sei dies Grund genug, Wyss aufs Schild zu heben und ihn als Stadtratskandidaten zu portieren, hält die Partei fest.
Komplettiert wird das Kandidatenfeld von den fünf bisherigen Stadtratsmitgliedern Bea Krebs, Manuela Stiefel (beide FDP), Toni Brühlmann-Jecklin, Markus Bärtschiger (beide SP) und Christian Meier (SVP). Neu in die Exekutive wollen Pierre Dalcher (SVP) und Stefano Kunz (CVP).