Bergdietikon

Die Grümpelturniere kämpfen ums Überleben

In Bergdietikon und Urdorf  gibt es sie noch, die Grümpelturniere. Der FC Engstringen  führte sein letztes 2009 durch.

In Bergdietikon und Urdorf gibt es sie noch, die Grümpelturniere. Der FC Engstringen führte sein letztes 2009 durch.

Bergdietikon hat es geschafft: Am Samstag findet ihr Grümpelturnier bereits zum 13. Mal statt. Damit hat die Gemeinde fast Kultstatus. Denn das Bergdietiker Fussballturnier ist eines der letzten «Grümpis», das im Limmattal noch durchgeführt wird.

Nebst der Dorfgemeinschaft Bergdietikon führen im ganzen Limmattal nur noch der FC Schlieren und der FC Urdorf ein Plauschturnier durch. Viele Limmattaler Vereine mussten in den letzten Jahren ihre Turniere absagen.

Nicht rentabel

Als Grund für das Aussterben der Grümpis geben die Limmattaler Fussballvereine die hohen Aufwände, die einem kleinen Ertrag gegenüberstehen, an. Im Vergleich zu früheren Jahren lohne sich ein Anlass aus Kostengründen nicht mehr. «Die Abschaffung ist aber kein Prinzipienentscheid», teilt der FC Engstringen, der sein letztes Grümpelturnier 2009 durchführte, auf Anfrage mit. Gegen eine Neueinführung sei der Vorstand nicht grundsätzlich abgeneigt.

Stets einen kleinen Gewinn abgeworfen hat das Plauschturnier in Bergdietikon. Der Anlass hilft sogar kostenlose Anlässe wie den Racletteplausch, den Zmorgen im Grünen und die Waldweihnacht zu finanzieren. «So haben alle etwas davon», sagt Paul Meier, Präsident der Dorfgemeinschaft Bergdietikon.

Gemütliches Zusammensein

In Bergdietikon freut man sich auf das heutige Grümpelturnier. Es gehe ums Tschüttele und das gemütliche Zusammensein, sagt Meier. Dabei stehe der Spass im Vordergrund, verbissen gekämpft werde nicht. Angemeldet haben sich 16 Mannschaften. Um 11 Uhr werden die ersten Spiele ausgetragen, ungefähr um 19 Uhr ist Schluss.

«Wir haben kein Abendprogramm», sagt Meier. Während des Turniers sorge aber eine Festwirtschaft für das leibliche Wohl der Spieler und Gäste. Jedes Teammitglied erhalte einen Gutschein für eine Wurst und ein Getränk. Das mache die Anmeldegebühr von 40 Franken pro Gruppe gleich wieder wett, so Meier.

Der Überlebenskampf der Grümpelturniere ist auch Meier ein Begriff. Die Dorfgemeinschaft hat deshalb neu ein Ü40-Team eingeführt. Damit solle das Grümpelturnier auch für ältere Semester wieder interessant werden und somit noch mehr Fussballbegeisterte anziehen, sagt Meier. Angemeldet hat sich dieses Jahr jedoch erst eine Mannschaft in der neuen Alterskategorie. «Das muss jetzt erst noch bekannt werden», sagt Meier und hofft, dass nächstes Jahr weitere Ü40-Teams teilnehmen.

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