Grossumleitung zwischen Unterengstringen und Oetwil

Seit dem 18. April 2017 ist die Grossumleitung zwischen Unterengstringen und Oetwil in Betrieb. Wir fahren die Strecke hin und zurück.

Am Dienstag war es so weit: Das grosse Umleitungskonzept im rechten Limmattal trat in Kraft. Während die Zürcherstrasse in Unterengstringen schon länger eine Baustelle ist, stehen nun auch an weiteren Orten Bauabschrankungen: so bei der Umfahrungsstrasse in Weiningen und der Limmattalstrasse in Geroldswil und dem östlichen Teil von Oetwil. Beim Teilprojekt Limmattalstrasse in Oetwil selber wurde wegen Umplanungen bezüglich der Limeco-Regiowärmeleitung der Baustart auf Ende Juni vertagt (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Die Umleitung führt dazu, dass man in Westrichtung auch durch Quartierstrassen und Tempo-30-Zonen fahren muss, weil die Hälfte der Limmattalstrasse gesperrt ist. Die Limmattaler Zeitung ist die Strecke zur Mittagszeit mit Auto und Bus abgefahren. Bei vereinzelten Buspassagieren war wegen der diversen provisorischen Haltestellen Verwirrung festzustellen. Die Chauffeure der Limmat Bus AG waren aber hilfsbereit.

Das Problem: Mehrere LKW missachten das Fahrverbot

Auch sonst scheint die Umleitung zu funktionieren. «Wir haben lediglich Reklamationen erhalten, dass Lastwagenfahrer das LKW-Fahrverbot auf der Umleitungsroute missachten», sagt der Sprecher der Zürcher Baudirektion, Thomas Maag.

Allerdings beginnt der Härtetest erst übernächste Woche, wenn die Frühlingsferien vorbei sind. Denn in den Ferien gibt es gemäss Maag fünf bis zehn Prozent weniger Verkehr. Nach den Schulferien werden dann in den ersten Tagen Verkehrsdienstler bei den Schulhäusern an der Umleitungsstrecke stehen, damit die Sicherheit gewährleistet ist.

«Es ist schon ein Vorteil, dass wir in den Ferien starten konnten, bewusst so geplant haben wir das aber nicht», erklärt Maag. Vielmehr habe der Zeitpunkt unter anderem mit den Terminen der Bauvergaben und den Kreditfreigaben zu tun.

Kommt es zur Verzögerung? Das ist noch offen

Maag nimmt auch Stellung zu den verschiedenen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem grossen Kantonsstrassenprojekt im rechten Limmattal. Es gibt Neuigkeiten: So ist nun die Beschwerdefrist gegen die regierungsrätliche Festsetzung des Teilprojekts Limmattalstrasse in Oetwil abgelaufen. Einer der Einsprecher hat sich per Beschwerde an das Verwaltungsgericht gewandt. Ursprünglich gab es fünf Einsprecher, mit dreien wurde sich der Kanton einig und zwei gelangten an den Regierungsrat. «Die Rechtsabteilung des Tiefbauamts schreibt gerade ihre Stellungnahme zur Beschwerde», sagt Maag. Ob dieser Beschwerde die aufschiebende Wirkung teilweise entzogen werden könne, sei noch offen. Da die Bauarbeiten hier aber erst Ende Juni beginnen, bleibt noch etwas Zeit.

In Geroldswil steht ebenfalls noch eine Beschwerde vor Verwaltungsgericht aus. Wie in Oetwil hat das Gericht auch hier noch nicht über den teilweisen Entzug der aufschiebenden Wirkung entschieden. Ursprünglich gab es in Geroldswil sechs Einsprecher. Mit vier davon wurde sich der Kanton schon einig, bevor der Regierungsrat die restlichen zwei Einsprachen abwies.

Die verschiedenen Vorhaben sind Teil des Grossprojekts zur Sanierung und Umgestaltung der Kantonsstrassen-Achse von Unterengstringen bis Oetwil. Es handelt sich dabei um flankierende Massnahmen zum Bau der dritten Gubrist-Röhre.