Dietikon
Die grösste Batterie der Schweiz läuft seit einem Jahr in Dietikon

Seit einem Jahr betreiben das Elektrizitätswerk Zürich (EKZ) und die ABB in Dietikon den ersten Batteriespeicher der Schweiz. Er kann ein Megawatt Strom speichern. Das Pilot-System hat sich im ersten Betriebsjahr bewährt.

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Der Batteriespeicher von innen.
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Die Batteriespeicher-Anlage wird angeliefert.
Ein Angestellter baut die Speichermodule ein.
Speichermodule
Der Konverter.
Der Batteriespeicher des EKZ und der ABB.

Der Batteriespeicher von innen.

zvg

Vor einem Jahr haben die EKZ und die ABB den ersten grossen Batteriespeicher der Schweiz in Betrieb genommen. Die Batterie hat eine Leistung von einem Megawatt. Sie kann Energie bis 500 Kilowattstunden speichern. Damit kann man einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt 40 Tage lang mit Strom versorgen.

Als erstem Energieversorger der Schweiz sei es den EKZ damit gelungen, einen Speicher dieser Grössenordnung in ein bestehendes Versorgungsnetz zu integrieren. Geliefert wrude die Anlage von ABB, die sie bei Bedarf vor Ort auch weiter entwickelt.

Im ersten Betriebsjahr zeigte sich, dass das Pilot-System wie geplant funktioniert, teilt das Unternehmen mit. Auch hat sich die Batteriekapazität kaum verändert.

Strom speichern

Um eine zuverlässige Stromversorgung sicherzustellen, muss immer gleich viel Energie bereit stehen, wie gerade verbraucht wird. Mit der Energiestrategie 2050 wird die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien wie Solar- und Windanlagen noch dezentraler und damit der Ausgleich von Schwankungen noch komplexer. Um Schwankungen im Netz besser abzufedern und Stromüberschüsse zu speichern, sind neben Stauseen neue Lösungen zur Energiespeicherung gesucht. Der Batteriespeicher ist ein Ansatz.

Eine Alternative zum Netzausbau?

Das EKZ Areal in Dietikon bietet ideale Testbedingungen: Der Energiespeicher ist direkt an das Mittelspannungsnetz der EKZ angeschlossen. Gleichzeitig kann eine Solaranlage, welche die Energie für das nahestehende Bürogebäude produziert, in das System eingebunden werden.

Energieüberschüsse der Anlage können so im Energiespeicher zwischengespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen werden.

Das EKZ will im zweiten Betriebsjahr nun prüfen, ob der Batteriespeicher eine Alternative zum Netzausbau sein könnte.

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