Weiningen

Die grosse Bühne wartet

Unter der Leitung von Gabriela Bächinger üben die Kinder vom Kinderchor Sunechind ihre Lieder für ihren grossen Auftritt am Züri-Fäscht.

Unter der Leitung von Gabriela Bächinger üben die Kinder vom Kinderchor Sunechind ihre Lieder für ihren grossen Auftritt am Züri-Fäscht.

Der Kinderchor «Sunechind» übt fürs Züri-Fäscht.

Konzentriert üben die Kinder noch einmal alle ihre Lieder ein. Denn kommenden Sonntag gilt es ernst. Der Weininger Kinderchor «Sunechind» tritt am Züri-Fäscht auf. Die Nervosität sieht man den kleinen Sängerinnen und Sängern in der Probe, unter der Leitung von Gabriela Bächinger, im Primarschulhaus Weiningen nicht an. Anstatt Zweifel zeigen sie Vorfreude: «Ich bin überhaupt nicht nervös, da ich auch schon Solos gesungen habe. Ich freue mich sehr auf den Auftritt», sagt die 8-jährige Nejla, die schon zwei Jahre im Chor mitsingt. Einige Kinder singen in den Proben ganz ohne Hemmungen, auch wenn der Ton daneben geht. Andere sind eher ruhig und verträumt. Gegen Ende der Probe wird es unruhig im Chor. Die Konzentration und die Lust zu singen lassen nach. «Am Auftritt sind aber alle immer bereit», sagt Bächinger.

Eigentlich war der Kinderchor «Sunechind» nur als ein halbjähriges Projekt gedacht – heute, zwei Jahre nach seiner Gründung, sind einige Lieder der jungen Sänger sogar schon in der Schweizer Hitparade. Insgesamt zählt der Chor 50 Kinder, die jedoch in zwei Gruppen aufgeteilt sind. Eine Gruppe probt jeweils einmal in der Woche in Weiningen und die andere in Zwillikon. An den Auftritten treffen sie dann alle aufeinander. «Man merkt aber nicht, dass die Kinder nicht zusammen geübt haben. Sie machen das wirklich toll», sagt Bächinger. Laut Petra Düsel vom Management der «Sunechind» kommen die Kinder aus dem Limmattal und dem Knonaueramt, darum auch die zwei verschiedenen Probeorte.

Flexibilität lernen

Mitmachen können Kinder im Alter von vier bis 13 Jahren. «Ich kann aber mit Vierjährigen nicht gleich arbeiten wie mit 13-Jährigen», sagt Bächinger. «Mit den ganz Kleinen bin ich weniger streng, weil sie noch verspielter sind. Wenn ein Kind in der Probe müde wird, darf es sich ausruhen. Vor Konzerten ist es jedoch auch wichtig, mit allen eine gewisse Disziplin zu üben. Die jüngeren Kinder machen da erstaunlich gut mit», sagt sie.

Was aber bei allen gleich ist: Sie müssen schon von klein auf lernen, flexibel zu sein. «Wenn ein Kind kurzfristig krankheitshalber ausfällt, muss ein anderes Kind für dieses einspringen», so Bächinger. «Dies fordert von den Kindern viel Flexibilität, die wir in den Proben antrainieren.»

Erste grosse Tour

Dieses Jahr steht beim Kinderchor die erste grosse Tour auf dem Programm. Im Mai hatte er ein Konzert in Altdorf und im Juni in Meggen. Beide waren ausverkauft. Nun steht ihnen der Auftritt am Züri-Fäscht bevor. Dann folgen noch Konzerte in Affoltern am Albis mit der Theatergruppe «Eigägwächs» unter der Leitung von Lory Schranz, in Fitznau und im November beim «Singing Christmas Tree» in Zürich.

Die Vorbereitungen aufs Züri-Fäscht laufen seit Wochen. Dabei scheinen die Leiterinnen nervöser zu sein als die Kinder. «Ich bin immer aufgeregt vor einem Auftritt», so Düsel. «Wir kennen uns im Team aber immer besser und vertrauen einander, sodass alles klappt.» Das ganze Leiter-Team besteht aus fünf bis sechs Personen, teilweise helfen Mütter im Chor mit. «Jeder hat seine Stärken und diese setzt auch jeder in der Organisation ein. So könnte ich beispielsweise nie ein Bühnenbild machen, was jemand anders dafür toll macht», so Düsel.

Die «Sunechind» am Züri-Fäscht: Im ZLV-Zelt an der St.-Peter-Hofstatt So, 3. Juli um 14:30 Uhr Soundcheck und um 15:00 Uhr Beginn des Konzerts

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