Ernst aber auch mit viel Humor sind die Birmensdorfer ins neue Jahr gestartet. Neben einer Ansprache von Gemeindepräsident Werner Steiner durften sich die Besucher am gestrigen Neujahrsapéro auf den Auftritt des Ensembles «Miroir» freuen.

Während Pianistin Stefi Spinas besinnliche Töne auf dem Klavier spielte, packte Sängerin Annette Labusch, die noch vor kurzem in Birmensdorf wohnte, eine Glaskugel aus. Diese habe sie zu Weihnachten erhalten, sagte sie. Es handle sich um eine Google-Kugel. Sie soll die Zukunft voraussagen können.

Zwei Wünsche von Werner Steiner

Auf die Frage «Was passiert im Januar?» erhielt Labusch als Antwort «sibirische Kälte». Sie wisse noch nicht, wie man die Werbung bei der Kugel ausschalte, so Labusch.

Da erscheine ein Sonderangebot von Stroganoff-Filet der Metzgerei Steiner Birmensdorf, erklärte die Sängerin. Dies lieferte sogleich das Stichwort fürs Lied «Stroganoff», das das Ensemble darauf spielt.

In diesem Stil ging es weiter. Kugel-Befragung und Lieder wechselten sich ab, sodass ein amüsantes Musik-Theater entstand. Gespielt wurden unter anderem deutsche Chansons von Friedrich Hollaender oder Kurt Weill, aber auch Englisches von Tom Waits und Französisches von Joseph Cosma.

Für Gemeindepräsident Werner Steiner bot sich dann eine gute Gelegenheit dem Liedtitel von «Wenn ich mir was wünschen dürfte...» zu folgen. Steiner äussert vor allem zwei Wünsche: Ein neues, behindertengerechtes Gemeindehaus und ein neues, zeitgemässes Feuerwehrgebäude.

Auch die Besucher gaben ihre Wünsche preis. So wäre es für den Birmensdorfer Marco Romagnoli schön, wenn sich auch die etwas jüngeren Einwohner, als jene zwischen 30 und 50 Jahre, mehr engagieren und am Gemeindeleben beteiligen würden.

Trotzdem wurden die Besucher bestens unterhalten. Zufrieden mit dem Apéro war auch die Mitorganisatorin und Vizepräsidentin des Kulturkreises Heidi Thüring: «Den Leuten hat’s gefallen, das ist schon mal gut.»