Die 23 Bäume, die an der Schützenstrasse im Abschnitt zwischen der Bad- und Gyrhaldenstrasse infolge Strassensanierungen weichen sollten, wurden doch nur teilweise gefällt. Elf Bäume wurden südlich der Schützenstrasse ersatzlos entfernt. Nördlich sind es sechs Exemplare, wobei diese durch vier neue ersetzt werden. Der Dietiker SP-Gemeinderat Manuel Peer hat deshalb eine entsprechende Interpellation, in der er den Erhalt der Bäume verlangte, zurückgezogen. Damit ist für Peer das Thema Schützenstrasse vom Tisch.

«Die Bäume, die entfernt wurden, sind krank und weisen kein Wachstum mehr auf oder sie werden wieder ersetzt im Rahmen der Neugestaltung», sagt Stadtpräsident Otto Müller auf Anfrage. Das Projekt sei nochmals angepasst worden. Das Planungsamt habe vor Ort entschieden, dass einige Bäume stehen gelassen werden können.

Weitere Interpellation hängig

Eine weitere Interpellation, die Peer bereits im Mai 2014 eingereicht hat und das Dietiker Baumkonzept des Jahres 2008 betrifft, ist jedoch weiterhin hängig. «Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Dietikon nicht genug macht für den Baumschutz», sagt Peer. In seiner Interpellation will Peer vom Stadtrat wissen, wie viele Bäume seit 2008 durch die Stadt in Dietikon gepflanzt worden sind, wo diese stehen und wer für die Umsetzung und Qualitätskontrolle im Sinne des Baumkonzepts zuständig ist.

Gefällte Bäume sorgten im Limmattal in den letzten Wochen wiederholt für Aufsehen. So beispielsweise anfangs Juni, als zwei Bäume in der Nähe des Bahnhofs Glanzenberg für die Erstellung eines Parkplatzes weichen mussten, obwohl eigentlich nur die Fällung eines Baumes vorgesehen war. Auch auf der Schiessanlage Fondli mussten die Hälfte der Bäume weichen, weil der Boden aufgrund von Fehlschüssen bleibelastet ist.

Der Ersatz eines grossen Baumes kostet jeweils bis zu 5000 Franken. Wegen Krankheiten, Vandalismus und baubedingten Schäden müssen pro Jahr zwischen sieben und zwölf der insgesamt 780 Alleebäume in Dietikon ersetzt werden.