Reitsport
Die Geroldswilerin Céline Fischer erlebt erfolgreiche Pferdesporttage in Dietikon

Der Tag beginnt früh für Céline Fischer. Um 5.30 Uhr läutet der Wecker. Die 15-jährige Geroldswilerin von der Reitgesellschaft an der Limmat wird an den Pferdesporttagen Dietikon teilnehmen. Rund eine Stunde später steht sie im Stall, um ihr Pferd Starano zu füttern, putzen und satteln.

Luca Muntwyler
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Eingespieltes Team: Céline Fischer mit Starano.

Eingespieltes Team: Céline Fischer mit Starano.

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Alles in Ruhe, um das Pferd nicht unnötig unter Druck zu setzen. Um 7.30 Uhr besichtigt Céline, die seit acht Jahren reitet, mit ihrer Mutter Sibylle den Parcours. Angeregt diskutieren sie die Ideallinie und legen die Taktik zurecht. Es ist wichtig, dass der Reiter das Pferd optimal zum Hindernis hinführt, um richtig abspringen zu können. Auch muss der Reiter schon vor dem Start wissen, wie viele Galoppsprünge das Pferd zwischen den Hindernissen macht.

«Die gute Nervosität»

Nervosität kommt langsam auf. «Ich bin schon ein bisschen nervös, vor allem weil ich heute auf meinem Heimplatz starte. Aber das ist eine gute Nervosität», meint die 15-Jährige, die ihre ersten Reitstunden bei Thomas Wiederkehr absolvierte. Kurz vor dem Start geht es noch um das Einreiten. Das Pferd muss gelockert werden. Dann noch ein paar Sprünge – und die erste Prüfung kann beginnen.

Das Paar startet fulminant. Doch schon beim dritten Hindernis verweigert Starano. «Das war ein Reiterfehler. Sie war zu wenig konsequent beim Wenden», erklärt Trainer und OK-Präsident der Pferdesporttage Martin Richner. Dennoch kommt Céline mit einer ansprechenden Zeit und ohne weiteren Fehler ins Ziel. Schlussrang 42. «Ich bin sehr zufrieden. Die Distanzen stimmten und es war flüssig.

Es waren wirklich neun tolle Sprünge. Schade, dass einer nicht geklappt hat, aber ich weiss, es ist mein Fehler und ich weiss, dass ich es besser kann», sagt die Geroldswilerin nach der Prüfung. Gleich im Anschluss startet Schwester Joëlle. Mit einer frech gerittenen und fehlerfreien Runde sicherte sie sich am Ende Platz 14.

Fehlerfreier Ritt

Bevor die Beiden an der zweiten Prüfung starten können, steht die Siegerehrung auf dem Programm. «Es ist das absolute Highlight, wenn man beritten an die Siegerehrung darf», erklärt Céline. Danach geht das ganze Prozedere wieder von vorne los: Parcours besichtigen, Pferd bereit machen und kurz einreiten. «Es wäre schön, wenn ich ohne Fehlerpunkte durchkomme», wünscht sich die 15-Jährige vor der zweiten Prüfung. Sie startet entschlossen.

Beim sechsten Hindernis hängt Starano leicht an, doch die Stange fällt nicht. «Ich kann fast nicht hinschauen. Das ist eine Qual für mich», leidet Mutter Sibylle, die Besitzerin der beiden Pferde ihrer Töchter, mit. Doch bleibt das Duo fehlerfrei und landet mit einer schnellen Zeit auf dem zweiten Zwischenrang. Am Ende resultierte ein fünfter Platz. «Ich musste kämpfen, aber jetzt habe ich so Freude», sagt Céline glücklich.

Auch ihre Eltern werden nun – an ihrem Hochzeitstag – etwas gelassener. «Ich habe wahrscheinlich gezittert beim Filmen», erklärt Vater Urs, der jeden Lauf seiner Töchter filmt, um danach die Fehler analysieren zu können. Mutter Sibylle meint einfach: «Jetzt bin ich entspannt.» Zum Schluss darf die strahlende Fünftplatzierte auf ihrem Pferd am Highlight, der Siegerehrung, teilnehmen und mit Starano eine Ehrenrunde drehen.