Uitikon

Die Gemeindeversammlung stutzt die Üdiker-Huus-Sanierung

Die Bibliothek soll nicht ins Üdiker-Huus, sondern an den Waldeggplatz kommen. Dies verlangt eine Mehrheit an der Gemeindeversammlung von Dienstabend.

Die Bibliothek soll nicht ins Üdiker-Huus, sondern an den Waldeggplatz kommen. Dies verlangt eine Mehrheit an der Gemeindeversammlung von Dienstabend.

Weil eine Mehrheit der Gemeindeversammlung von Mittwochabend die Feuerwehr und die Schulbibliothek nicht im selben Gebäude beherbergen will, wurde ein Antrag angenommen, wonach die Sanierung des Üdiker-Huus ohne die Bibliothek weitergeplant werden soll.

Uitiker und Uitikerinnen zahlen im kommenden Jahr weniger Steuern. Einstimmig sagten die 150 anwesenden Stimmberechtigten an der gestrigen Gemeindeversammlung Ja zu einer Senkung des Steuerfusses der politischen Gemeinde von 37 auf 35 Prozent. Gemeinsam mit der Schulgemeinde – deren Budget ebenfalls einstimmig angenommen wurde – weist Uitikon nun einen Steuerfuss von 80 anstelle von 82 Prozent – wie im aktuellen Rechnungsjahr – auf.

Für hitzige Diskussionen sorgte der Kreditantrag von 400000 Franken für die Projektierung einer Teilsanierung des Üdiker-Huus. Der Bau aus dem Jahr 1979 ist in die Jahre gekommen. Besonders die Lüftungsanlage habe das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, schreibt der Gemeinderat in seiner Weisung. Mit dem vorliegenden Projekt sollen die Bibliothek und die Feuerwehr in das sanierte Gebäude verlegt werden. «So sorgen wir dafür, dass der Ortskern auch in Zukunft attraktiv bleibt. Das ist dem Gemeinderat sehr wichtig», sagte Finanzvorstand Markus Hoppler (CVP), der das Geschäft präsentierte.

Eine Votantin warf bei der Diskussion die Frage auf, ob es sinnvoll sei, die Feuerwehr und die Bibliothek im selben Gebäude unterzubringen. «Mir scheint die Kombination dieser beiden Nutzungen mehr als unglücklich.» Ein Feuerwehr-Mitglied, das sich ebenfalls zu Wort meldete, teilte die Bedenken. «Kinder sind von Feuerwehr-Autos magisch angezogen. Im Ernstfall kann dies fatale Folgen haben», sagte er. Eine andere Votantin brachte den neuen Waldeggplatz ins Spiel. «Die Bibliothek sollte dort erstellt werden.» Hoppler verwies in seiner Replik darauf, dass sich der Gemeinderat durchaus Gedanken zur Sicherheit der Kinder gemacht habe. «Um diese sicherzustellen braucht es eine Umgestaltung des Vorplatzes. Mit dieser werden die Zugänge zur Bibliothek und zur Feuerwehr klar voneinander getrennt.»

Dann ergriff Feuerwehrkommandant Werner Oetiker das Wort. Eigentlich habe er sich zurückhalten wollen, doch nun befürchte er eine Verzögerung des Projekts. «Weil wir von der Feuerwehr aber dringend mehr Platz benötigen, beantrage ich, dass über die beiden Projekteteile individuell abgestimmt wird.» Die Versammlung befand also über eine Variante mit und ohne Bibliothek.

Zwei Anträge wurden einander gegenübergestellt

Der Antrag ohne Bibliothek, der laut Gemeinderat rund 245000 Franken kosten würde, wurde anschliessend jenem des Gemeinderates gegenübergestellt. 95 Stimmberechtigte votierten für die Variante ohne Bibliothek, die bei der Schlussabstimmung auch grossmehrheitlich angenommen wurde.

Schliesslich sprachen sich die Stimmberechtigten auch für die Teilrevision der Dienst- und Besoldungsverordnung aus – sie wurde einstimmig angenommen.

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