Die geltende Bürgerrechtsverordnung der Gemeinde Geroldswil ist noch jung — und wird schon bald wieder geändert. Die 68 Stimmberechtigten an der Geroldswiler Gemeindeversammlung genehmigten gestern den gemeinderätlichen Antrag auf eine Anpassung der Anfang 2013 in Kraft gesetzten Bürgerrechtsverordnung einstimmig.

Viel ändert sich mit dieser Teilrevision am Einbürgerungsverfahren nicht: «Die Vorschriften werden genau gleich streng bleiben wie heute», erklärte Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos). Im Wesentlichen passt Geroldswil seine kommunale Verordnung neuen kantonalen Bestimmungen an. So regelt die seit Anfang Jahr geltende revidierte kantonale Bürgerrechtsverordnung im Sinne einer «einheitlichen, fairen und transparenten Beurteilung» unter anderem die Sprachniveaus, die Einbürgerungswillige beherrschen müssen, gemäss dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Sie sieht auch vor, dass nun die Gemeinden die Integration abschliessend beurteilen, nicht Bund oder Kanton: Sie überprüfen, ob eine Person über genügende Sprach- wie auch Grundkenntnisse der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der Schweiz, im Kanton und der Gemeinde verfügt. Diesen Veränderungen trägt die neue Verordnung Rechnung.

Weiter genehmigte die Gemeindeversammlung einstimmig die Rechnung 2014. Sie weist bei einem Aufwand von rund 19,7 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von rund 1,2 Millionen Franken aus. Budgetiert war ein Minus von 1,95 Millionen Franken.