Oberengstringen
Die Gemeinde setzt künftig auf Sparlampen

Das «schwarze Loch» soll verschwinden und der Zugang zur Limmat freundlicher gestaltet werden. Der Oberengstringer Gemeinderat hat sich entschieden, die Autobahnunterführung beim «Gasibrüggli» mit LED-Leuchten auszustatten.

Sandro Zimmerli
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Limmattaler Zeitung

Das «schwarze Loch» soll verschwinden und der Zugang zur Limmat freundlicher gestaltet werden. Auf Anregungen aus der Bevölkerung hat sich der Oberengstringer Gemeinderat entschieden, die Autobahnunterführung beim «Gasibrüggli» mit LED-Leuchten auszustatten. Das gleiche Vorhaben soll auch in der Zentrumsunterführung umgesetzt werden.

«Vor allem bei der Autobahnunterführung haben die Leute immer wieder den Wunsch geäussert, diese auch den Tag hindurch zu beleuchten», sagt René Beck, Gemeindepräsident ad interim. In der derzeitigen Situation habe man das Gefühl, dort in ein «schwarzes Loch» zu fahren. Auch in der Zentrumsunterführung sei die Zeit gekommen, die Umgebung freundlicher zu gestalten. Für beide Massnahmen habe der Gemeinderat deshalb 40000 Franken gesprochen. «Zudem nehmen wir ins Budget 2012 einen Betrag für Malerarbeiten am Boden und an der Decke der Zentrumsunterführung auf», hält er fest.

Kein Einfluss auf Kreuzungsplanung

Die Umrüstung der beiden Unterführungen auf LED-Beleuchtung soll nach dem Willen des Gemeinderates nur der Auftakt für weitergehende Sanierungen sein. «Wir wollen auch bei den Strassenbeleuchtungen auf dieser Schiene weiterfahren», so Beck. Am Staldenweg, der derzeit saniert werde, würden neu ebenfalls LED-Leuchten zum Einsatz kommen. Zwar seien diese teurer als herkömmliche Leuchten, allerdings sei die Lebensdauer länger und der Energieverbrauch deutlich geringer. Zudem sei auch die Lichtqualität besser. «LED-Leuchten haben eine wesentlich geringere Streuung als andere Lampen», hält Beck fest.

Bevor aber die Strassenbeleuchtungen sukzessive ausgetauscht werden, sind zuerst die beiden Unterführungen an der Reihe. Beide Vorhaben, so Beck, seien als Sofortmassnahmen zu begreifen, da nun Handlungsbedarf bestünde. «Die Sanierung der Zentrumsunterführung bedeutet aber nicht, dass wir den an der Zukunftskonferenz geäusserten Wunsch nach einer Neugestaltung der Zentrumskreuzung zu den Akten legen. Im Gegenteil», erklärt Beck.

Man habe sich bereits einmal mit Vertretern des Kantons getroffen. Diese hätten erklärt, dass die Planungen für eine Umgestaltung der Kreuzung frühestens 2012 beginnen könnten. Die Ausführungsarbeiten seien dann für 2013 beziehungsweise 2014 geplant.

Treffen für nächsten Monat geplant

«So lange wollen wir mit der Sanierung der Unterführung nicht warten», sagt Beck. Zudem hätten die Verkehrsexperten des Kantons dem Gemeinderat empfohlen, die Unterführung aufrechtzuerhalten, selbst wenn im Zuge der Neugestaltung der Kreuzung eine oberirdische Strassenquerung vorgesehen sei. «Auch wir wollen die Zentrumsunterführung nicht stilllegen. Solange sie weiterhin wasserdicht ist, besteht auch kein Grund dazu sie zu schliessen», erklärt Beck.

Für die Neugestaltung der Zentrumskreuzung liegen derzeit erst Ideen vor. So sollen die Fussgänger die Kreuzung künftig auch oberirdisch überqueren können. Ein weiterer Vorschlag sieht eine Spurreduktion im Kreuzungsbereich vor. «Wir stehen aber noch ganz am Anfang», sagt Beck. Der eigentliche Startschuss werde nächsten Monat fallen. Dann würden sich Vertreter des Kantons, der Kantonspolizei, der Verkehrsbetriebe, der Mietervereinigung des Zentrums Oberengstringen sowie des Gemeinderates und der aus der Zukunftskonferenz hervorgegangenen Arbeitsgruppe treffen.