Allein für die Jahre 2014 und 2015 beliefen sich die Mehreinnahmen der politischen Gemeinde Birmensdorf bei den Grundstückgewinnsteuern auf drei Millionen Franken. Dieses Geld wird nun dafür verwendet, die Primarschulgemeinde beim Neubau des Schulhauses Haldenacher finanziell zu unterstützen. Das haben die Stimmberechtigten gestern entschieden. Mit knapp 80 Prozent Ja-Stimmen genehmigten sie einen entsprechenden Antrag der politischen Gemeinde. Die Stimmbeteiligung lag knapp über 51 Prozent.

Unterrichtstart im Sommer 2017

Im März vor einem Jahr stimmten rund 70 Prozent der Birmensdorfer Stimmberechtigten dem Kredit für den Neubau des Schulhauses Haldenacher in der Höhe von gut 13,6 Millionen Franken zu. Damit erhielt die Schulgemeinde die Möglichkeit, dringend benötigten zusätzlichen Schulraum zu erstellen. Alleine im letzten Jahr hat die Schülerzahl um 50 zugenommen. Bis ins Jahr 2020 rechnet die Primarschule mit rund 500 Schülern. Dafür reicht der vorhandene Schulraum nicht aus.

Am neuen Schulhaus Haldenacher wird schon fleissig gebaut. Mitte März fand die Grundsteinlegung statt. Im Sommer 2017 soll es bezogen werden, damit ab dem Schuljahr 2017/18 dort unterrichtet werden kann. Der Neubau wird dann zehn neue Klassenzimmer sowie Gruppenräume beherbergen.

Die gestern gewährt finanzielle Unterstützung kommt der Schulgemeinde äusserst gelegen. Wie Schulgemeindepräsident Ernst Brand vor der Abstimmung sagte, trügen die drei Millionen Franken dazu bei, dass die Schule in naher Zukunft «höchstwahrscheinlich» von einer weiteren Steuerfusserhöhung absehen könne. 2012 erhöhte sie ihren Steuerfuss um sieben Prozent von 38 auf 45. Fünf Prozent galten zur Vorfinanzierung für den Schulhausneubau.