Schlieren

Die Gelder des Wagi-Fonds sind nach 20 Jahren versiegt

Das Wagi-Areal verdankt seinen Namen der Wagons- und Aufzügefabrik Schlieren (Bild um 1925).

Das Wagi-Areal verdankt seinen Namen der Wagons- und Aufzügefabrik Schlieren (Bild um 1925).

Die Stadt bezahlt künftig die verbilligten ZVV-Abonnemente für Betagte und Behinderte. Dafür hat sie nun einen Kredit bewilligt.

Auf Ende Jahr wird der Wagi-Fonds aufgelöst. Dies bringt zwei Veränderungen: Erstens werden die verbilligten Bus- und Bahnabonnemente für betagte und behinderte Menschen nicht mehr aus dem Fonds finanziert, zweitens fallen Gelder weg für bestimmte Senioren-Anlässe.

Dafür wird künftig die Stadt aufkommen: Die bisherigen Empfänger von verbilligten Abonnementen werden somit auch weiterhin unterstützt. Zudem finanziert die Stadt Anlässe wie Altersturnen und Herbstnachmittage. Um die beiden Dienstleistungen zu gewährleisten, hat der Stadtrat einen Kredit von 18 000 Franken gesprochen.

Wagi-Fonds dank Protesten

Gegründet wurde der Wagi-Fonds in den 1980er-Jahren, als die «Wagi» schliessen musste. Gut 300 Mitarbeiter verloren damals ihre Anstellung. Die Schliessung entfachte eine Protestwelle auf lokaler, kantonaler und Bundesebene.

Im Mai 1983 organisierten die Gewerkschaft Smuv und die SP Schlieren eine Kundgebung mit etwa 4000 Personen. Im Juni protestierten an einer weiteren Kundgebung 600 Teilnehmer. Nach zähem Ringen mit der Stadt willigte das Unternehmen schliesslich ein und bezahlte eine Entschädigung von 2.2 Millionen Franken. Damit sollten die sozialen Folgen der Betriebsschliessung abgemildert werden. Die Gelder wurden daraufhin in einen Fonds überführt. Dieser wird nun auf 2014 aufgelöst – nach zwanzig Jahren sind die Gelder aufgebraucht.

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