Bald macht sich der Kanton an die Realisierung eines weiteren Mosaiksteins in der Limmattaler Verkehrsplanung. Gestern gab der Regierungsrat bekannt, dass er das Projekt für die Instandsetzung der Gaswerkbrücke sowie den Ausbau von zwei auf drei Fahrspuren festgesetzt hat. Zudem bewilligte er einen Kredit in der Höhe von 9,76 Millionen Franken.

Das Tiefbauamt plant, bereits im Juni mit den Arbeiten zu beginnen. Dabei handelt es sich um eine der zahlreichen Massnahmen, die derzeit im Limmattal umgesetzt werden. In Zusammenhang mit dem Bau der Limmattalbahn soll der Autoverkehr in West-Ost-Richtung von der Achse Zürcher-/Badenerstrasse auf die Route Bern-/Überlandstrasse verlegt werden.

Die Gaswerkbrücke wird verstärkt, sodass sie künftig auch von Schwertransportern genutzt werden kann, heisst es in der Mitteilung vom Kanton. Darüber hinaus werde die Fahrbahngeometrie auf der Brücke und den Zufahrtsrampen so angepasst, dass eine zweite Fahrspur in Richtung Baden erstellt werden könne.

Dazu werden die bestehenden Rad- und Gehwege zurückgebaut. Denn künftig werden Fussgänger und Velofahrer nicht mehr über die Brücke gehen können, sondern entlang der Gaswerk- und Industriestrasse geführt. Ebenfalls Teil der Arbeiten ist die Erneuerung der Fahrbahnbeläge und der Wasserleitungen, der Rückbau der Beleuchtung an der Bernstrasse sowie die Anpassung der Beleuchtung bei der Kreuzung Industrie- und Gaswerkstrasse.

Stadt übernimmt 1,5 Millionen

An den Kosten von knapp 10 Millionen Franken werde sich die Stadt Schlieren mit einem Betrag von rund 1,5 Millionen Franken beteiligen, heisst es weiter. Zwei Einsprachen gingen innerhalb der öffentlichen Auflage gegen das Projekt ein, mit einer Partei habe man eine Lösung gefunden, die zweite Einsprache wies der Regierungsrat ab.

Erst im März wurde bekannt, dass der Kanton auf eine Einsprache der Stadt Schlieren hin das Projekt überarbeitet hatte. Die Stadt erkämpfte, dass zehn Bäume stehengelassen werden, die man ursprünglich fällen wollte. Das Begehren der Stadt, die Brücke nicht zu erweitern und zu sanieren und im Sinne einer siedlungsverträglichen Lösung den Verkehr ebenerdig abzuwickeln, erhielt von der Baudirektion eine Absage.