Zürich
Die Fuchspopulation im Kanton Zürich ist stark zurückgegangen

2012 ging unter den Zürcher Füchsen die Staupe um. Die Viruserkrankung greift die Organe an und rafft schweizweit Füchse dahin. Dank des hiesigen warmen Winters konnten sich die Füchse etwas erholen. Aber die nächste Gefahr droht bereits.

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Dieser junge Fuchs wurde letztes Jahr in Schlieren gesichtet (Archivbild)..jpg

Dieser junge Fuchs wurde letztes Jahr in Schlieren gesichtet (Archivbild)..jpg

Alex Spichale

Der Wildhüter von Zürich Nord, Erwin Nüesch, habe beim Zählen der Tiere festgestellt, wie wenig Füchse in der Stadt Zürich unterwegs seien, schreibt die "20 Minuten". Der Bestand sei um 30 bis 50 Prozent zurückgegangen. Diesen Eindruck bestätigt auch Adrian Stutz, Jagdaufseher in Dietikon, auf Anfrage: "Im ganzen Limmattal gibt es weniger Füchse", sagt er. Von der Staupe habe sich die Population etwas erholt, da mehr Jungtiere den diesjährigen milden Winter überlebt haben. Denn das Nahrungsangebot, etwa an jungen Mäusen, sei heuer gut gewesen.

Dem "Kulturfolger" Fuchs, der gerne im Siedlungsgebiet lebe, drohe aber schon die nächste Gefahr: Die Räude. Diese entstehe durch Milbenbefall und habe in den städtischen Gebieten Grossbritanniens fast den ganzen Bestand dahingerafft, schreibt die "20 Minuten".

Wer ein junges oder krankes Tier sichte, solle es in Ruhe lassen und ja nicht füttern, rät Adrian Stutz. Über die Polizei könne der Wildhüter benachrichtigt werden, der sich der Sache annehme. Über kurz oder lang werde die Population auch wieder zunehmen. (fwa)