Birmensdorf
Die Flaniermeile an der Bachstrasse muss warten

Die Umgestaltung der Bachstrasse in Birmensdorf muss warten.Der Grund: Der Kanton wird am Wüeribach Hochwasserschutzmassnahmen vornehmen, die eine Umgestaltung der Bachstrasse derzeit nicht sinnvoll erscheinen lassen.

Florian Niedermann
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Hier soll die Flaniermeile entstehen.

Hier soll die Flaniermeile entstehen.

Florian Niederhauser

Das Dorfzentrum erfährt durch die Umgestaltung am Wüeriplatz und den Neubau des Alterszentrums am Bach derzeit eine Aufwertung. Ein weiteres Bauprojekt der Gemeinde sieht vor, dass an der Bachstrasse eine Flaniermeile entstehen soll. Dazu sollen verkehrsberuhigende Massnahmen zum Einsatz kommen. Die Bevölkerung sprach für die Umsetzung des Projekts im Rahmen der flankierenden Massnahmen Birmensdorf 2005 einen Kredit von 290000 Franken.

Nun wird dieses Vorhaben aber auf Eis gelegt. Der Grund: Der Kanton wird am Wüeribach Hochwasserschutzmassnahmen vornehmen, die eine Umgestaltung der Bachstrasse derzeit nicht sinnvoll erscheinen lassen.

Auf Zusatzkredit wird verzichtet

«Unsere Pläne an der Bachstrasse sind bis auf weiteres auf Eis gelegt», sagt Gemeindepräsident Werner Steiner (SVP). Es mache wenig Sinn, dort ein Bauvorhaben umzusetzen, weil das Hochwasserschutzprojekt des Kantons auch Teile der Bachstrasse betreffen könnte.

Auf den Zusatzkredit, der vor sieben Jahren durch die Bevölkerung gesprochen wurde, verzichtet die Gemeinde. Dies, weil das Projekt Bachstrasse nicht mehr als Bestandteil des Vorhabens betrachtet wird. «Wir werden ein neues Projekt ausarbeiten, sobald ein Ende der Bautätigkeit des Kantons absehbar ist. Dafür muss die Gemeindeversammlung einen neuen Kredit genehmigen», erklärt Steiner.

Mit dem Abschluss der Realisierung der Hochwasserschutzmassnahmen am Wüeribach ist derweil frühestens im Frühjahr 2014 zu rechnen, wie Markus Federer, der zuständige Projektleiter beim kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, sagt: «Wir sind zurzeit an der Vergabe der Ingenieursarbeiten. Mit dem Beginn der eigentlichen Bautätigkeit ist voraussichtlich im ersten Quartal 2013 zu rechnen.»

Die Pläne der Gemeinde für die Bachstrasse sind dem Kanton bekannt. «Wir werden mittels Detailabsprachen mit den Behörden dafür sorgen, dass die beiden Projekte optimal aufeinander abgestimmt werden können», sagt Federer. Aufseiten der Gemeinde erhofft man sich, dass die Umgestaltung der Bachstrasse auch von der Bautätigkeit des Kantons profitieren könnte: «Eventuell lassen sich Synergien der beiden Bauvorhaben nutzen», sagt Steiner.

Die Umsetzung der Hochwasserschutzmassnahmen verzögert sich, weil gegen das Vorhaben 13 Einsprachen eingegangen sind. Zwölf davon konnten einvernehmlich gelöst werden, bei einer lehnte der Regierungsrat die Einsprachen ab. Rekurse gegen das festgesetzte Projekt wurden bis zum Ende der Beschwerdefrist Ende 2011 keine eingelegt.

Für die Hochwasserschutzmassnahmen hat der Kanton rund 4,8 Millionen Franken gebundene Ausgaben budgetiert. Davon wird der Bund rund 1,6 Millionen Franken an Subventionen übernehmen. Die Gemeinde Birmensdorf trägt insgesamt 160000 Franken des Aufwands für erforderliche Anpassungen an gemeindeeigenen Bauten und Anlagen.