Spital Limmattal
Die Finanzierung für den Spital-Neubau ist gesichert

Die Delegierten des Spitalverbands Limmattal stimmten an ihrer Versammlung dem Verpflichtungskredit von 270 Millionen Franken für den Spitalneubau ohne Gegenstimme, bei einer Enthaltung, zu.

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Auf gutem Weg: So soll das neue Spital Limmattal gemäss Projekt des Totalunternehmers Losinger Marazzi dereinst aussehen.

Auf gutem Weg: So soll das neue Spital Limmattal gemäss Projekt des Totalunternehmers Losinger Marazzi dereinst aussehen.

Mit diesem Betrag soll der Neubau erstellt und das Akutspital ausgerüstet werden. Rund 225 Millionen Franken müssen fremdfinanziert werden.

85 Gespräche geführt

Wie Spitaldirektor Thomas Brack sagte, ist die Fremdfinanzierung nun gesichert. Noch vor zwei Jahren hätten wohl nicht viele Personen geglaubt, dass man die Finanzierung für den Neubau in so kurzer Zeit würde regeln können, sagte Brack. «Ich freue mich ausserordentlich, dass uns dies gelungen ist.» Der Aufwand sei jedoch beträchtlich gewesen.

Insgesamt wurden 85 Gespräche geführt, nach denen sich 25 Institutionen interessiert zeigten, etwas zur Fremdfinanzierung beizutragen. Bisher liegen sieben Finanzierungszusagen vor, davon fünf in schriftlicher Form. Diese Zusagen sind provisorisch: Noch wurden keine Verträge unterzeichnet. Nachdem die Delegierten der Finanzierung zugestimmt haben, müssen jetzt noch die genauen Konditionen ausgearbeitet werden. Die Delegierten ermächtigten denn gestern auch den Verwaltungsrat, die Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren.

Klar ist, dass bisher bereits sieben Schweizer Pensionskassen insgesamt eine Summe von 207 Millionen Franken zugesichert haben. Weitere Zusagen sind in Aussicht. Zudem haben diverse Banken Finanzierungslösungen offeriert, teilweise auch Gesamtfinanzierungslösungen. Daneben gibt es auch noch die Möglichkeit, beispielsweise die medizinischen Geräte für das Akutspital zu leasen.

Finanzielles Risiko ist klein

An der Delegiertenversammlung wurde von einem Finanzierungsspezialisten zudem aufgezeigt, dass dem Zweckverband im Zusammenhang mit dem Neubau ein äusserst geringes finanzielles Risiko entsteht. Selbst wenn sich der Zweckverband nach Erstellung des Neubaus auflösen würde und der Geschäftsgang extrem schlecht wäre, blieben nach Abrechnung aller Werte wie Land, Gebäude oder Mobilien immer noch 61 Millionen Franken Spielraum.

Das Stimmvolk in den Gemeinden des Zweckverbands wird am 22. September über den Neubau befinden. Er soll 2018 bezugsbereit sein. (BHI)