«Es ist ein Meilenstein in der Geschichte von Urdorf», sagte Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner am Samstag euphorisch. Kurz zuvor hatte die EVP-Politikerin die sanierte Kunsteisbahn Weihermatt eingeweiht und sie dem Eishockey-Club, dem Eislaufverein, vor allem aber der Bevölkerung übergeben. Diese musste sich länger als geplant bis zu diesem Moment gedulden: Ursprünglich für den 8. Oktober angekündigt, wurde die Eröffnung wegen verzögerter Umgebungsarbeiten und wegen technischer Störungen zweimal verschoben (az Limmattaler Zeitung berichtete).

Beim dritten Anlauf klappte es: Ein feiner Nebel lag am Wochenende über der frisch sanierten Eisbahn, und vom Festzelt her roch es angenehm nach gebratenen Würsten und nach frischem Brot. Die eisige Kälte war der festlichen Stimmung nicht im Geringsten abträglich. «Heute bin ich einfach nur glücklich», sagte Bernhard Kunz, Präsident des EHC Urdorf.

Sechs Jahre politische Überzeugungsarbeit und mehrere Volksabstimmungen seien nötig gewesen, bis im Frühjahr dieses Jahres endlich mit dem Bau habe begonnen werden können, so Kunz. Er blickte zufrieden zur neuen Überdachung der Eishalle empor: Jahrelang waren die Urdorfer Eishockeyspieler, Eiskunstläufer und die Plauschfahrer den Launen der Witterung ausgesetzt. Heute überspannen riesige Holzverstrebungen und eine spezielle lichtdurchlässige Folie das Eisfeld und schützen so die Sportler vor Wind und Wetter.

Auch für Franz Wipfli, Bereichsleiter Liegenschaften der Gemeinde Urdorf, war es ein freudiger Tag. «Es war ein anspruchsvolles Bauprojekt, mit vielen unbekannten Variablen», resümierte er. Weil verschiedene Parteien die Kunsteisbahn nutzen – Schulklassen am Morgen, Plauschfahrer am Nachmittag und die Vereine am Abend – habe man unterschiedliche Bedürfnisse abdecken müssen, so Wipfli. Er freue sich sehr über das zahlreiche Erscheinen der Besucher am Eröffnungstag.

Erste Pirouetten auf dem Eis

Und diese Besucher warteten alle eigentlich nur auf eines: auf den Startschuss zur Saisoneröffnung auf dem sanierten Eisfeld. Kurz vor Mittag war es dann so weit. Die Festreden waren gehalten. Die Korken hatten geknallt – und die Bevölkerung durfte das Eisfeld in Beschlag nehmen. «Es macht unglaublich viel Spass, und unsere Trainings sind nicht mehr so wetterabhängig», sagte Marjolijn vom Eislaufclub Urdorf und testete das neue Eis gleich mit einer sauberen Pirouette.