Dietikon

Die Dietiker Reformierten genehmigen das Budget 2020 – und damit diverse Investitionen

In der Investitionsrechnung sind im Verwaltungsvermögen Ausgaben von 200000 Franken für Sanierungsmassnahmen am Glockenstuhl und am Kirchenturm vorgesehen. (Archivbild)

In der Investitionsrechnung sind im Verwaltungsvermögen Ausgaben von 200000 Franken für Sanierungsmassnahmen am Glockenstuhl und am Kirchenturm vorgesehen. (Archivbild)

Die Kirchenglocken sollen schöner läuten: Die reformierte Kirchgemeinde von Dietikon belässt ihren Steuerfuss auf 12 Prozent. Die 18 anwesenden Stimmberechtigten hiessen ihn sowie das von der Kirchenpflege vorgelegte Budget 2020 unverändert und einstimmig gut.

Das Budget weist im Vergleich zu jenem des laufenden Jahres nur marginale Änderungen auf. Der Gesamtaufwand steigt leicht um rund 60'000 Franken auf 2,54 Millionen Franken an. Unter dem Strich rechnet die Kirchenpflege mit einem Minus von rund 18000 Franken. Finanzvorstand Werner Hogg spricht von einer «roten Null», zumal das Budget für das laufende Jahr noch ein kleines Plus von 30'000 Franken vorsieht. Die langfristige Entwicklung müsse aber im Auge behalten werden, sagt Hogg. Einerseits gingen die Mitgliederzahlen leicht zurück, andererseits könnten die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform noch nicht abgeschätzt werden.

Im Jahr 2020 fällt auf der Ausgabenseite unter anderem ein höherer Personalaufwand an; dies ist auf Stellenerhöhungen im Bereich Musik sowie im Sigristendienst zurückzuführen, zudem wird neu ein Lehrling angestellt (plus 30'000 Franken). Und da die Kirchgemeinden gemäss Kirchenordnung der Landeskirche die Zeitung «reformiert» allen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellen müssen, steigen in diesem Bereich die Kosten um 27'000 auf 35'100 Franken an.

In der Investitionsrechnung sind im Verwaltungsvermögen Ausgaben von 200'000 Franken für Sanierungsmassnahmen am Glockenstuhl und am Kirchenturm vorgesehen. Bei einer Begehung mit einem Spezialisten hat sich gezeigt, dass die Dietiker Glocken nicht mehr optimal klingen. Dies soll nun mit verschiedenen Massnahmen verbessert werden – so liessen sich beispielsweise die Klöppel neu ausrichten. Gleichzeitig könnten auch gewisse Isolationen vorgenommen werden, damit der Klang für die Anwohner etwas gedämpft wird. Bei den im Budget eingestellten 200'000 Franken handelt es sich um den Maximalbetrag; welche Massnahmen am Ende umgesetzt werden ist offen, die entsprechenden Projektarbeiten laufen derzeit noch.

Im Finanzvermögen investiert die Kirchgemeinde 150'000 Franken. Sie plant den Abbruch des alten, seit längerem vermieteten Pfarrhauses an der Mühlehaldenstrasse. Der aus den 1930er-Jahren stammende Bau ist stark sanierungsbedürftig. An dessen Stelle soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Den entsprechenden Projektwettbewerb hatte eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung Ende August genehmigt. Im kommenden Jahr soll das ausgearbeitete Projekt vorliegen.

Wie die reformierte Kirchenpflege an der kurzen Versammlung weiter mitteilte, ist die Pfarrwahlkommission derzeit voll beschäftigt: Über 20 Bewerbungen sind für die beiden ausgeschriebenen Stellen eingegangen. Die Kirchenpflege ist deshalb zuversichtlich, dass sie im kommenden Jahr geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl vorschlagen kann. (og)

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