Schauplatz
Die Dietiker Billard-Senioren in Action

Regelmässig treffen sich Senioren im Billard-Center Dietikon um einen gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen. Der Seniorennachmittag erfreut sich grosser Beliebheit.

Lydia Lippuner
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Seniorenbillard
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Roland Zellweger (66) «Früher war ich Profi, heute spiele ich nur noch zum Spass.»
Albert Saxer (75) «Dienstag ist für mich heilig, da komme ich immer hierher.»
Ruth Hoffmann (69) «Es macht Spass. Als meine Spielpartnerin einmal nicht kommen konnte, vermisste ich das Billard.»
Rolf Kreienbühl (68) «Seit 2013 spiele ich jeden Dienstag hier im Billard-Center.»
Bruno Staub (84) und Peter Vollenweider (73) «Wir sind bereits ein eingespieltes Team. Wir spielen schon lange zusammen, und obwohl manche Sportarten im Alter nicht mehr so gut gehen, Billard geht noch gut.»
Martin Früh (63) «Ich wurde definitiv besser in den letzten Jahren, seit ich hier ins Billard komme.»

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Lydia Lippuner

Punkt 13.55 Uhr geht die Türe im Dietiker Industriegebiet Giessen auf und die rund 20 Senioren strömen durch die metallene Pforte in den Billardkeller. Es stehen elf Pooltische für sie bereit. Nachdem jeder ein Getränk geschnappt hat, bringen sie ihre Kugeln in Position.

«Der Seniorennachmittag läuft so gut, dass wir ihn künftig nebst dem Dienstag auch am Donnerstag anbieten», sagt Roland Zellweger, Inhaber und Betreiber des Dietiker Billard-Centers.

Vor sechs Jahren fand der Senioren-Nachmittag zum ersten Mal statt. Voraussetzungen müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine erfüllen. «Ich zeige den über 60-Jährigen am Anfang, wie es geht, und lasse sie dann machen», so Zellweger. Er war früher Profispieler und gewann einige nationale und internationale Titel. Doch das sei noch zu einer Zeit gewesen, als es noch keine offiziellen Verbände gegeben habe.

Diese wurden erst 1978 gegründet. Beim Senioren-Billard geht es den meisten nun hauptsächlich um den Spass. Viele der Senioren kommen regelmässig: «Einige haben ihre Stammtische und sind schon seit Jahren dabei», sagt Zellweger. Seit das Lokal rauchfrei sei, ziehe es noch eine andere Klientel an, so Zellweger.

Währenddessen schieben die Senioren eine Kugel nach der andern über den Tisch. «Einmal gewinne ich, einmal der andere», sagt ein Senior. Das Wichtige sei aber der Plausch.