Birmensdorf

Die Birmensdorfer Oppligerscheune lädt zu einer Reise durch die Zeit

Die Oppligerscheune wurde aufwendig renoviert und ausgebaut. Nun zeigt sie als Museum der heimatkundlichen Vereinigung ihr neues Gesicht.

Wer wollte nicht auch schon einmal in die Vergangenheit blicken? Wissen, wie unsere Vorfahren ihren Alltag mit einfacheren Mitteln meisterten? Diese Möglichkeit bietet seit vergangenem Samstag die alte Oppligerscheune in Birmensdorf. Jeden ersten Samstag im Monat stehen ihre Türen interessierten Besuchern offen.

Sorgfältige Aufbereitung

Auf insgesamt fünf Stockwerken können sie eine traditionelle Schmiede, eine Schuhmacherei, die Feuerwehr, einen Stall mit Futtertrog, eine Molkerei und vieles mehr entdecken. Mit grosser Begeisterung erklärt Albert Wey als Vertreter der heimatkundlichen Vereinigung Birmensdorf, wozu die alten Geräte und Gegenstände dienten und wie sie funktionieren. Er leitete auch den Ausbau der Scheune zum Museum. Dank der sorgfältigen Aufbereitung der Ausstellungsgegenstände fällt es den Besuchern leicht, sich in den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückzuversetzen - aus dieser Zeit stammen die meisten Relikte.

Das Leben der Vorfahren zeigen

Mit diesem Schaulager wollen die Gemeinde und die heimatkundliche Vereinigung den Birmensdorfern zeigen, wie ihre Vorfahren die Landwirtschaft und andere Tätigkeiten mit grosser Geschicklichkeit meisterten, wie Wey erklärt. Dabei habe man Wert darauf gelegt, dass nur funktionstüchtige Gegenstände ausgestellt werden. «Alles Andere wäre uninteressant für die Besucher», sagt er. So führt Wey etwa einen restaurierten Elektromotor vor, der zum Brennholz fräsen verwendet wurde. Seine grosse Begeisterung und Faszination stehen ihm beim zweistündigen Rundgang ins Gesicht geschrieben. Er geht auf die Besucher ein und beantwortet ihre Fragen.

«Tausende von Arbeitsstunden»

Im Jahr 2000 kaufte die politische Gemeinde Birmensdorf die alte Scheune, die damals im Besitz der Familie Oppliger war. In den vergangenen Jahren haben die Gemeinde und die heimatkundliche Vereinigung das Gebäude mit grossem Aufwand und Liebe zum Detail renoviert. «Hinter diesem Projekt stecken Tausende von Arbeitsstunden, die unsere Vereinsmitglieder unter der Anleitung von Fachleuten freiwillig und ohne Entlöhnung investiert haben», sagt Wey. Bis die Museumsscheune komplett ausgebaut ist, dauert es laut Wey zwar noch einige Jahre. Das Ergebnis der bisherigen Arbeit ist aber bereits jetzt sehenswert.

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