Dietikon

Die Betroffenen loben die Gleissanierung

«Es ist ein gewaltiger Unterschied. Lärm wie auch Erschütterungen wurden deutlich reduziert», sagt Otto Eisenegger, Leiter des Restaurant Frohsinn, das direkt an den Gleisen liegt. matthias kessler

«Es ist ein gewaltiger Unterschied. Lärm wie auch Erschütterungen wurden deutlich reduziert», sagt Otto Eisenegger, Leiter des Restaurant Frohsinn, das direkt an den Gleisen liegt. matthias kessler

Die Arbeiten an den Gleisen der Bremgarten-Dietikon-Bahn sind abgeschlossen. Eine erste Umfrage zeigt: Das Ergebnis kann sich sehen, oder noch besser: hören lassen.

FDP-Gemeinderat Martin Romer kann nun endlich wieder ruhig schlafen. Er war es, der die Sanierung der Gleise der Bremgarten-Dietikon-Bahn mit einem Postulat an den Stadtrat ins Rollen gebracht hatte. Dieser ist der Aufforderung nachgekommen: Am ersten Aprilwochenende wurden die Gleise abgeschliffen und eine Trennungsfuge zwischen Belag und Schiene angebracht.

Mit dem Resultat ist Romer zufrieden: «Der Lärmpegel hat deutlich nachgelassen und im Vergleich zu vorher ist es eine merkliche Verbesserung», meint er zu den Sanierungsarbeiten.

Auch Andreas Petermann, stellvertretender Leiter des Stadtplanungsamts registriert einen «markanten Unterschied» zu früher: Die Bahn verursache viel weniger Lärm, sagt er.

Es sind aber vor allem die Anwohner und diejenigen, welche im unmittelbaren Umfeld der Gleise arbeiten, die von den abgeschlossenen Sanierungen am meisten zu profitieren scheinen. Otto Eisenegger, Leiter des Restaurant Frohsinn, das direkt an den Gleisen liegt, sagt: «Es ist ein gewaltiger Unterschied. Lärm wie auch Erschütterungen wurden deutlich reduziert.»

Erfolg nur durch Druck

Auch Theo Chatzis, der im Kiosk an der Bremgartnterstrasse arbeitet, ist von den Verbesserungen begeistert und findet, dass man fast nichts mehr hört und spürt. Auch haben ihm viele Kunden gesagt, dass es wesentlich besser geworden ist.

Romer, auch Geschäftsführer des Cinema Capitol, das an der Bremgartnerstrasse und somit direkt an den Gleisen liegt, forderte im letzten November vom Stadtrat eine Sanierung der Schienenstränge im Abschnitt zwischen der Haltestelle Schöneggstrasse und dem Kirchplatz. Die Begründung: Das Vorbeifahren der Bahn löse bei manchen Anwohnern das Gefühl aus, von «einem kleinen Erdbeben heimgesucht zu werden». Vom Stadtrat ausgelöste Abklärungen zeigten das Problem: So genannte Riffelbildungen an der Schienenoberfläche und Belastungsverformungen entlang der Schienen. Darauf hin wurden die kürzlich vollzogenen Massnahmen beschlossen.

Das Erschütterungsgefühl ist für Romer jedoch noch nicht ganz passé, wie er sagt: «Bei den Erschütterungen bin ich mir nicht sicher, wie gross die Verbesserung ist. Jedoch ist es schwer, diese bei einem solch harten Untergrund ohne grobe bauliche Massnahmen reduzieren zu können.» Die Verantwortung für die Laufruhe liege auch bei den Lokführern, indem sie «Kavalierstarts oder Rallyeambitionen» vermeiden würden. Es sei nunmehr zu hoffen, so Romer, dass die Bahnbetreiber den Unterhalt ohne politischen Druck zuverlässig und regelmässig durchführen würden. «Wir werden auch zukünftig mit Argusaugen und Fledermausohren beobachten, wie sich die Fahrqualität entwickelt», sagt Romer.

Letzte Messung folgt noch

Wie erfolgreich die Massnahmen zur Lärmbekämpfung allerdings wirklich waren, werden Messungen der BDWM Transport AG zeigen müssen. Bereits im Vorfeld wurden Messungen gemacht, um so die Verbesserung sichtbar machen zu können.

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