Wenn der Duft von Berner Platte und Öpfelchüechli durchs Dietiker Zentrum zieht, weiss man, dass wieder Sichlete ist. Dass im Vorfeld Unsicherheit herrschte, ob der Traditionsanlass überhaupt stattfindet (az Limmattaler Zeitung berichtete), ist am Samstagnachmittag im eigens für die Sichlete aufgebauten Zelt auf dem Pausenplatz des Zentralschulhauses nicht zu spüren.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Auftakt», sind sich OK-Präsident Mike Grendelmeier und Astrid Dätwyler, Präsidentin der Trachtengruppe Dietikon, einig. «Das Mittagessen am Samstag führen wir erst seit ein paar Jahren durch. Es hat sich aber bereits gut etabliert», so Grendelmeier. Auf dem zweitägigen Programm stehen zwar auch Unterhaltung durch drei Musikgruppen und der Trychlergruppe Dietikon.

Öpfelchüechli als Highlight

Grendelmeier räumt aber schmunzelnd ein: «Das Hauptprogramm der Sichlete macht eigentlich das Essen aus.» Dätwyler fügt hinzu: «Die Leute freuen sich das ganze Jahr auf unsere hausgemachten Öpfelchüechli.» Das Essen wird von Freiwilligen zubereitet und serviert. «Es ist unglaublich schön, zu sehen, wie sich diese Leute – ob jung oder alt – für die Sichlete engagieren», sagt Grendelmeier.

Doch am wichtigsten sei trotz all dem guten Essen der gesellschaftliche Aspekt. «Die Leute treffen sich und können gemütlich miteinander reden», sagt Dätwyler. Besucher Josef Schibli bestätigt dies: «Wir kommen seit 43 Jahren an die Sichlete. Hier kennt man sich. Man trifft alte Bekannte. Und das Essen ist wunderbar.» Die Stimmung sei wie jedes Jahr gut, sagt Dätwyler: «Es haben alle den Plausch.» Besucherin Beatrice Wydler bringt es auf dem Punkt: «Seit es die Sichlete gibt, kommen wir hierher – das sollte eigentlich alles sagen.» Und ihr Ehemann Ruedi Wydler fügt lachend hinzu: «Es geht auch ohne Chilbi.»

Heute Sonntag ist die Sichlete noch von 10 bis 18 Uhr auf dem Schulhausplatz Zentrum.