Kloster Fahr
Die Bäuerinnenschule des Klosters Fahr wird temporär zu Wohnhaus

Die künftige Nutzung der Bäuerinnenschule des Klosters Fahr ist weiterhin offen. Sicher ist, dass die Schwestern vorübergehend dort wohnen werden, wenn der Klausurtrakt saniert wird. Für die Sanierung haben die Schwestern schon sieben Millionen Franken zusammen.

Sandro Zimmerli
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Im Juli endet in der Bäuerinnenschule der letzte Kurs. zim

Im Juli endet in der Bäuerinnenschule der letzte Kurs. zim

Im Kloster Fahr hat man es nicht pressant. Noch hat sich die Benediktinerinnengemeinschaft nicht entschieden, wie das Gebäude der Bäuerinnenschule künftig genutzt werden soll. Dies, obschon die Schule in knapp fünf Monaten ihre Tore endgültig schliessen wird. «Wir wollen uns Zeit lassen. Derzeit sind wir ohnehin stark beansprucht durch die Organisation des grossen Abschlussfestes», sagt Priorin Irene.

Das Fest wird am Sonntag, 28. Juli, über die Bühne gehen. Dann wird die letzte Klasse ihren Abschluss an der Bäuerinnenschule feiern. 69 Jahre nach ihrer Gründung wird die Schule geschlossen. Finanzielle und personelle Gründe haben die Schwesterngemeinschaft zu diesem Schritt bewogen.

Einerseits macht es die Altersstruktur der Gemeinschaft notwendig die Kräfte zu bündeln. Andererseits beläuft sich das Defizit der Schule auf jährlich 150 000 bis 200 000 Franken. So musste die Schulleitung in den letzten Jahren, seit sie die Subventionen nicht mehr direkt vom Bund erhielt, immer wieder erfahren, dass verschiedene Kantonsregierungen keine Beiträge an die Ausbildung zahlen.

Für die Schwestern im Fahr ist jedoch klar, dass das Schulgebäude in irgendeiner Form weiter genutzt werden soll. «Es ist eine strategische Entscheidung, wie es mit dem Gebäude weiter gehen soll. Wir sammeln Ideen. Diese müssen aber zum klösterlichen Betrieb passen», hält die Priorin fest.

Sicher ist auf jeden Fall, dass die Bäuerinnenschule den Schwestern vorübergehend als Wohnort dienen wird. Dann nämlich, wenn im Klausurtrakt des Klosters die Sanierungsarbeiten beginnen. «Wir werden vermutlich nächstes Jahr in die Bäuerinnenschule zügeln», sagt Priorin Irene. Der Aufenthalt werde wohl einige Monate dauern. «Vor zwei Wochen haben die Sanierungsarbeiten in der Propstei begonnen. Wir können so Erfahrungen sammeln, wie lange solche Arbeiten dauern», hält die Priorin fest.

Für die Sanierung der gesamten Anlage sind rund 20 Millionen Franken veranschlagt. Davon werden 11 Millionen Franken in den nächsten fünf Jahren gebraucht. Der Grossteil des Geldes stammt aus Spenden. Bislang sind schon über sieben Millionen Franken zusammengekommen. «Wir sind sehr zufrieden. Zumal beispielsweise die Antwort des Kantons Zürich noch aussteht. Ein Gesuch für eine finanzielle Zuwendung haben wir vor kurzem eingereicht», so die Priorin.

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