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Die Bachelorette über den Medienrummel: «Man kommt sich vor wie ein Tier im Zoo»

Zaklina Djuricic hat sich in der letzten Folge von «Bachelorette» für Michael Schmied entschieden. Wir haben das frisch verliebte Paar zum Interview getroffen und über Zukunftspläne, Gamen und das Leben im Rampenlicht gesprochen.

Zaklina, in der letzten Bachelorette-Folge haben Sie den Schlüssel zu Michaels Wohnung erhalten. Haben Sie ihn schon benutzt?

Zaklina: Ja. Michael hat gesagt, ich darf jederzeit rein.

Ihre Wohnung in Urdorf wird im September abgerissen. Ziehen Sie nun zu Michael?

Zaklina: Nein, nicht zu ihm. Aber wir haben darüber gesprochen, zusammenzuziehen. Es muss nicht zwingend in Zürich sein, aber schon in der Nähe.

«Wegen der Katze lässt er mich links liegen»: Michi versteht sich auch mit Zaklinas Büsi

«Wegen der Katze lässt er mich links liegen»: Zaklina und Michael beim Interview mit der «Limmattaler Zeitung».

Noch wohnen Sie in Urdorf. Werden Sie viel angesprochen, zum Beispiel beim Einkauf?

Zaklina: Ja, in der Migros ist zum Beispiel die Gemeindepräsidentin auf mich zugekommen. Und ich habe viele kleine Fans. Die Kinder stehen vor der Haustüre und warten, ob sie mich sehen. Das ist mega herzig.

Wollte Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner ein Selfie mit Ihnen?

Zaklina: Ja, sie hat mich gefragt, ob wir zusammen ein Föteli machen können. Mit ihren Arbeitskollegen hatte sie eine Wette laufen, welcher der Kandidaten gewinnen wird. Sie hatte richtig getippt!

Das grosse Finale im Sonnenuntergang: Zaklina vergibt die letzte Rose.

Das grosse Finale im Sonnenuntergang: Zaklina vergibt die letzte Rose.

Haben sich die Kandidaten vor der Kamera anders verhalten?

Zaklina: Nicht unbedingt. Aber klar, Michael war vor der Kamera relativ ruhig. Privat ist er nicht gerade so. Er kann gut Sprüche reissen.

Wie war das für Sie, innert kurzer Zeit so viele verschiedene Männer zu küssen?

Zaklina: Ehrlich gesagt war es im Nachhinein etwas unangenehm, das zu sehen, vor allem wegen Michael. Klar hat er gewusst, auf was er sich einlässt. Aber dennoch ist es nicht so schön.

Die Sendung ist vorbei, vielleicht interessiert sich schon bald niemand mehr für Sie. Fallen Sie nun in eine Leere?

Zaklina: Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich freue mich mega, dass wir uns nicht mehr verstecken müssen. Das, was wir zwei jetzt haben, ist mir viel wichtiger als die Prominenz.

Küsse überall: Zaklina und ihr Michael besuchen seine Eltern, machen einen Bootsausflug auf dem Vierwaldstättersee oder liegen sich im Hotelbett in den Armen.

In der letzten «Bachelorette»-Episode wurde die Frage beantwortet: Sind Zaklina und Michael noch zusammen? In der Sendung wurden sie nicht müde, ihre Liebe zu beweisen.

Bevor die Sendung ausgestrahlt wurde, haben Sie uns gesagt, dass Sie sich dadurch auch mehr Aufträge erhoffen. Hats geklappt?

Zaklina: Nein. Wegen der Sendung ist es nicht anders geworden. Vielleicht kommt das noch.

Ist das nicht enttäuschend?

Zaklina: Ich habe gewusst, dass gewisse Kunden abspringen, weil sie sich sagen: Die hat jetzt den Bachelorette-Stempel, die nehmen wir nicht mehr. Aber es kann sein, dass noch neue Kunden dazukommen.

Michael hat auch schon Ihren Sohn kennengelernt. Was machen Sie, wenn Sie zu dritt sind?

Zaklina: Bis jetzt durften wir ja noch kaum raus miteinander. Vor Kurzem war mein Sohn und auch die Nachbarstochter bei mir. Sie hat Michael ein Krönchen aufgesetzt. Und Michael spielt auch Games mit meinem Sohn.

Wer ist besser?

Michael: Ich muss schon sagen, für sein Alter ist Zaklinas Sohn gut. Aber es reicht mir noch, bei Fussball-Games mit einem Goal Vorsprung zu gewinnen.

Und Zaklina, Sie sind nicht so die Gamerin?

Zaklina: Doch doch. Aber mein Sohn ist noch zu jung für die Spiele, die ich mag. Ich habe gerne Kampfspiele.

Zum Beispiel Call of Duty?

Zaklina: Ja. Oder Games, bei denen man Aliens abknallen muss. Aber solche Spiele  mache ich nur bei Kollegen.

Als prominente Person lernen Sie andere Prominente kennen. Geniessen Sie das?

Zaklina: Klar ist das cool, aber das sind einfach auch nur Menschen. Ich gehöre nicht zu denen, die Prominente anhimmeln. Ich verstehe auch den Fanatismus dahinter nicht, wenn Leute ausflippen, wenn sie jemand Bekannten sehen. Was heisst Bekanntsein schon? Man war im Fernsehen und ein breites Publikum hat zugeschaut. Trotzdem bist du immer noch ein Mensch.

Sind wegen Ihnen auch schon Leute ausgeflippt?

Zaklina: Ja, aber das sind Jüngere, das ist herzig, wenn Kinder zu kreischen beginnen.

Ihr Sohn hat es gut mit Michael. Ihre Katze auch? Oder sind Sie allergisch, Michael?

Zaklina: Er liebt meine Katze und sie ihn… Komm, erzähl schon!

Michael: Ja, es war Liebe auf den ersten Blick. Sie liegt immer bei mir. Und wenn ich mit dem Auto bei Zaklina ankomme, rennt die Katze gleich zum Auto.

Zaklina: Er lässt mich links liegen, wenn er die Katze sieht!

«Wenn sie die Autotüre schletzt, drehe ich im roten Bereich»

«Wenn sie die Autotüre schletzt, drehe ich im roten Bereich»

Im Interview verraten «Bachelorette» Zaklina Djuricic und ihr Auserwählter Michael Schmied ihre Macken. Auch an die Autoscheibe fassen geht bei Michael übrigens gar nicht. (14.6.2016)

Zaklina, Sie haben zwar Liebe erhofft, aber wohl nicht von Anfang an daran geglaubt. Wann war der Punkt, an dem Sie wussten, dass sie sich verlieben?

Zaklina: Mein erstes Date war ja mit Simon, das war schon super. Dann kam das Date mit Michael, der das Date mit Simon übertroffen hat. Da hat es gleich Peng gemacht.

Die anderen 17 hatten also von Anfang an keine Chance.

Zaklina: Ja, es war schwierig für sie. Ich habe das nicht erwartet, es hätte auch anders herauskommen können. Denn Sympathie und Verliebtheit ist nicht gleich Liebe. Ob es funktioniert, zeigt sich schliesslich erst im Alltag.

Apropos Alltag. Was haben Sie beide denn für Gemeinsamkeiten? Schlafen Sie beide gerne aus?

Zaklina: Normalerweise schon. Aber als Mutter hatte ich für eine lange Zeit nicht mehr viel Schlaf. Bei den Dreharbeiten in Thailand war es genauso. Dort musste ich immer um 6 Uhr aufstehen und um 7 Uhr musste ich in die Maske. Die Dreharbeiten dauerten dann bis 2 oder 3 Uhr nachts und um 6 Uhr war wieder Aufstehen angesagt. Zurück in der Schweiz habe ich dann noch wochenlang nur vier bis fünf Stunden geschlafen, mein Körper hat sich so daran gewöhnt. Erst vor Kurzem habe ich das erste Mal ausgeschlafen.

Andere Teilnehmer von Bachelor oder Bachelorette sind auch Jahre nach der Sendung noch bekannt, zum Beispiel Vujo. Wollen Sie ebenfalls im Gespräch bleiben? Zum Beispiel als Skandalnudel, wenn es anders nicht geht?

Zaklina: Nein, ich will nicht negativ auffallen, das ist es mir nicht wert. Einen Skandal bringen, um weiterhin in den Medien zu bleiben; das ist das Einfachste, was man als Prominente machen kann. Das habe ich nicht nötig. Klar fände ich es schön, weiterhin im Gespräch zu bleiben. Am liebsten als Moderatorin. Ich könnte mir vorstellen, ein Praktikum beim Radio zu machen.

Haben Sie die Begeisterung für Medien durch die Bachelorette-Sendung entdeckt?

Zaklina: Eigentlich hatte ich die schon vorher. Ich hatte aber immer Angst, vor anderen Menschen zu sprechen. Darum habe ich einen Basis-Schauspielkurs gemacht, das hat mir viel Spass bereitet. Kurz danach kam dann die Anfrage, ob ich die Bachelorette sein will. Das war ein mega Zufall.

Jetz wollen Sie Ihre Modelkarriere pushen oder suchen Sie einen sicheren Job im Büro?

Zaklina: Ich hätte sehr gerne einen sicheren Job. Mein Traum wäre es aber, Teilzeit als Model und Teilzeit im Büro zu arbeiten.

Haben Sie die Teilnahme an Bachelorette jemals bereut?

Nein, aber gegen Schluss bin ich schon an meine Grenzen gekommen. Ich war zum Teil übermüdet und die Tage waren sehr lang. Die Männer hatten es da viel einfacher, nach dem Date konnten sie zurück in die Villa und hatten frei. Wenn ich zu Mittag essen und mich danach kurz hinlegen wollte, ging das aber nie. Die Maskenfrau kam und sagte, dass sie mir während dem Essen die Haare macht und danach ging es gleich weiter zum nächsten Date. Und das während fünf Wochen mit nur drei Tagen frei dazwischen!

Michael, war es wirklich so locker für die Jungs?

Michael: Also ich bin an einem Montag gut erholt zurückgekommen und am Dienstag normal wieder arbeiten gegangen. Wir hatten natürlich schon viel mehr Freizeit, es kommt aber darauf an, wie man diese Zeit nutzt. Während die anderen Männer in der Nacht Party gemacht haben, habe ich geschlafen oder in der Sonne gelegen. Ich hatte genug Zeit für mich.

Sie haben sich gegen 18 andere Männer durchgesetzt. Sie haben sicher einen Tipp, wie man Frauen begeistert.

Michael: Wichtig ist, dass man ehrlich bleibt und das einhält, was man sagt. Man muss einfach sich selber sein und sich nicht verstellen.

Was sagten Ihre Kollegen, als die Sendung ausgestrahlt wurde?

Michael: Ich wurde schon gefragt, warum ich dort mitmache. Auch mein Chef war nicht sehr begeistert. Im Nachhinein sagen sie aber, ich hätte mich gut geschlagen. Ich bin nicht negativ aufgefallen. Mein Job im Aussendienst einer Kaffemaschinenfirma gefällt mir und ich hatte nie vor, wegen der Sendung daran irgendetwas zu ändern.

Als Aussendienstler haben Sie viel Kontakt mit Leuten. Werden Sie oft erkannt?

Michael: Ja schon. Gerade im Gastro-Gewerbe gibt es viele Menschen, die  zum „Bachelorette“-Publikum gehören. Es haben auch schon Kunden angerufen und gesagt, sie hätten ein Problem mit der Kaffeemaschine. Dabei bestellten sie mich nur her, damit sie ein Foto mit mir machen konnten. Das ist natürlich herzig, aber die Arbeit geht vor.

Wollen Sie prominent bleiben?

Michael: Es ist zu einem gewissen Grad amüsant und ehrlich gesagt geniesse ich es auch etwas. Aber es kann auch mühsam sein. Am Argovia-Fäscht letztes Wochenende wollten wir kurz zum Riesenrad, das war vielleicht fünf Minuten Fussweg, aber wir brauchten länger als eine Stunde. Wenn Du nirgends mehr hin kannst, ohne Dich selber zu sein oder Dich zu verstecken, dann ist es nicht mehr so schön. Etwas Privatleben muss schon sein.

Zaklina: Und man kann nicht mehr Party machen, wie du willst. Wenn man etwas zu viel getrunken hat und am tanzen ist, steht man voll unter Beobachtung. Man muss sich daher etwas zurücknehmen, schliesslich ist man gerade für jüngere Menschen auch ein Vorbild.

Als Sie Ende Mai in Mallorca zusammen in den Ferien waren, wurden Sie fotografiert. Ein Bild, wo angeblich Sie beide von hinten zu sehen waren, wurde „20 Minuten“ zugespielt. Können Sie nun bestätigen, dass es sich wirklich um Sie handelte?

Zaklina: Ja, jetzt dürfen wir. Wir hatten Glück: Einmal sind wir zusammen in einer Bar gesessen und ein paar Passanten haben uns von vorne fotografiert, dieses Bild aber nicht den Medien geschickt. Man kommt sich in solchen Situationen schon ein bisschen wie ein Tier im Zoo vor.

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