Dietikon
Die Artisten des Circus Royal trotzen der digitalen Unterhaltung

Nach fünf Jahren gastiert der Circus Royal erstmals wieder in der Stadt.

Flurina Dünki
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Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
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Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.
Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.

Circus Royal in Dietikon 2016 Der Circus Royal gastiert am 27. und 28. September 2016 in Dietikon.

Noch schwebt sie in der Leere, die überdimensionale Krone des Circus Royal. Das Zirkuszelt, über dem sie in wenigen Stunden thronen wird, befindet sich erst noch im Aufbau. Seit die Zirkuswagen am Sonntag ins Fondliquartier gerollt kamen, sind viele starke Arme und geschickte Hände damit beschäftigt, Zelt, Manege und Technik für die erste Vorstellung heute Nachmittag instand zu setzten. An kreisförmig eingeschlagenen, riesigen Eisennägeln ist bereits zu erkennen, wo bald das Sägemehl der Manege unter Pferdehufen stäuben wird.

Die meisten Handwerker und Techniker sind auf den ersten Blick jedoch gar nicht zu sehen. Sie installieren die Licht- und Tonanlagen unter dem Zeltdach, das zu diesem Zweck nur knapp über dem Boden hängt. «Das Team ist so gut eingespielt wie eine Schweizer Uhr», sagt der Presseverantwortliche, Nils Clemens. Die Atmosphäre unter den Helfern ist ungezwungen und täuscht beinahe darüber hinweg, dass die jungen Männer äusserst konzentriert an der Arbeit sind. Immerhin hängt die Sicherheit der Artisten zum grossen Teil von ihren Handgriffen ab.

Zirkus wie früher

«Wir hoffen, dass alle unsere Nummern Glanzstücke sind. Jeder Zuschauer mag wieder etwas anderes, deshalb wird jeder eine andere Nummer am besten finden.» Etwas Besonderes seien dieses Jahr sicher die Akrobaten des kubanischen Nationalzirkus.

Kontrovers: Löwen im Zirkus

Mit der Löwennummer des Raubtierlehrers Martin Lacey jr. ist der Circus Royal einer der letzten Schweizer Zirkusse mit einer Raubtiernummer. Tierschutzorganisationen werfen dem Zirkus deshalb Tierquälerei vor. Die Raubkatzen würden gemäss der Schweizer Gesetzesvorschriften gehalten, sagt Nils Clemens. An fast jedem Auftrittsort würde die Haltung aller Tiere auf ihre Tierschutzkonformität kontrolliert. (FDU)

«Wir machen traditionellen Zirkus, so, wie es ihn früher gab», sagt er, der die Zirkuswelt als Gegenpol zur digitalen Unterhaltung sieht. Dass Kinder heute vor allem von der computerisierten Welt in den Bann gezogen werden, gibt ihm zu denken. Auch die Freizeit- und Ausgehangebote, die mit der Zirkusvorstellung in Konkurrenz stehen, seien heute zahlreicher als früher. Ein Zirkus müsse mit der Zeit gehen und das Programm dem Geschmack der Jungen anpassen, so Clemens. «Unser Ziel ist es, dass die Leute während zweier Stunden Zirkus von den Alltagssorgen abschalten können. Und dies, ohne dazu das Tablet oder Smartphone zu benutzen.»

Der Circus Royal führt am Di um 15 und 20 Uhr, am Mi um 15 Uhr auf der Wiese hinter der Stadthalle auf.