Bezirk Dietikon
Die Arbeitslosenquote ist gestiegen: Im Bezirk Dietikon liegt sie nun bei 4,8 Prozent

Trotz steigender Arbeitslosenzahlen kommt der Zürcher Arbeitsmarkt gemäss Kanton bislang mit einem blauen Auge durch die Krise.

Sandro Zimmerli
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Die Arbeitslosenquote im Bezirk Dietikon liegt bei 4,8 Prozent

Die Arbeitslosenquote im Bezirk Dietikon liegt bei 4,8 Prozent

KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Ende Dezember waren im Bezirk Dietikon 2359 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 151 mehr als noch im Monat zuvor. Dementsprechend ist die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf neu 4,8 Prozent gestiegen. Das gab das Amt für Wirtschaft und Arbeit am Freitag bekannt.

Damit hat der Bezirk Dietikon weiterhin die höchste Arbeitslosenquote im Kanton Zürich. Die zweithöchste Quote weist der Bezirk Bülach mit 4 Prozent aus, gefolgt vom Bezirk Dielsdorf mit 3,9 Prozent und dem Bezirk Horgen mit 3,8 Prozent. In der Stadt liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 3,7 Prozent. Insgesamt 8905 Personen waren dort Ende Dezember als arbeitslos gemeldet. Im November waren es noch 8456 Personen. Kantonsweit waren Ende Dezember 29828 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren als arbeitslos gemeldet, 1696 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch gegenüber dem November um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent.

Der Kanton rechnet nicht mit einer Entlassungswelle

Trotz dieser Zahlen ist der Zürcher Arbeitsmarkt angesichts der Coronakrise bis jetzt mit einem blauen Auge davongekommen. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte zwar in den kommenden Monaten weiter leicht steigen, der Kanton rechnet aber nicht mit einer grossen Entlassungswelle. Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Kanton Zürich 3,1 Prozent, ein ganzer Prozentpunkt höher als im Jahr 2019, wie das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit weiter schreibt. Diese 3,1 Prozent entsprechen dem Schweizer Schnitt.

Vor allem das Zürcher Gastgewerbe litt bisher übermässig unter der Krise, weil die internationalen Städte- und Geschäftstouristen ausblieben. Die Arbeitslosenquote stieg in diesen Berufen denn auch von 4,2 Prozent im Jahr 2019 auf 8 Prozent. Im Schweizer Schnitt liegt die Arbeitslosenquote im Gastgewerbe bei 7,9 Prozent, weil andere Regionen weniger international ausgerichtet sind.

Kanton hofft auf Impfeffekt

Pessimistisch ist das Amt für Wirtschaft und Arbeit aber nicht. Zu Beginn der Krise sei mit einer viel stärkeren Zunahme der Arbeitslosenzahlen gerechnet worden. In den nächsten Monaten dürfte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt zwar kaum entspannen. Es sei mit einer weiteren, leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Eine breite Entlassungswelle befürchtet das Amt für Wirtschaft und Arbeit aber nicht. Die Aussichten dürften sich im Frühling wieder aufhellen, sobald die Temperaturen wieder steigen. Wichtig sei aber, dass bis dann ein nennenswerter Teil der Bevölkerung geimpft sei. (sda/liz)