Gubrist
Die Arbeiten zur dritten Tunnelröhre sind im Gang - der erste Durchstich ist erfolgt

Eine neue Werkzufahrt zur A1 macht es möglich, dass die bestehende zu einer provisorischen Ausfahrt wird.

Sandro Zimmerli
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Im Frühling wird die neue Werkein- und -ausfahrt in Betrieb genommen. zim

Im Frühling wird die neue Werkein- und -ausfahrt in Betrieb genommen. zim

Sandro Zimmerli

Seit Ende letztem November sind die Hauptarbeiten für den Bau der dritten Tunnelröhre durch den Gubrist im Gang – und zwar beidseits des Hügels. In Weiningen sind diese mittlerweile nicht nur auf dem Bauplatz im Gebiet Chübelacker-/Chalofenstrasse sichtbar, sondern auch auf der Umfahrungsstrasse.

Vor kurzem wurde dort in der Nähe der Brücke über die A1 Erde abgetragen und so ein Durchgang zur Autobahn hergestellt. Dabei handelt es sich um die neue Werkein- und -ausfahrt, die ausschliesslich dem Unterhalt und den Rettungsdiensten dient und für den privaten Verkehr gesperrt ist. Wie es beim Bundesamt für Strassen (Astra) auf Anfrage heisst, soll diese noch in diesem Frühling fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Sie wird auch nach dem Ausbau der Zürcher Nordumfahrung bestehen bleiben.

Der Neubau ist notwendig, weil die bestehende Werkein- und -ausfahrt beim Halbanschluss Weiningen zu einer provisorischen Autobahnausfahrt umgestaltet wird. Diese wird während des gesamten Ausbaus der Nordumfahrung in Betrieb sein. Die heutige Ausfahrt Weiningen wird in dieser Zeit als Baustellenzu- und -wegfahrt genutzt. Laut Astra wird dies ab diesem Sommer der Fall sein.

Erste Sprengungen im Herbst

Bald darauf soll es dann auch schon losgehen mit den Arbeiten im Tunnelportalbereich. Gemäss aktueller Planung starten die Sprengarbeiten im Portalbereich auf der Seite Zürich-Affoltern im September dieses Jahres. Sie dauern bis zum Frühjahr 2018. Auf der Seite Weiningen wird laut Astra ab Ende 2017 bis im Frühjahr 2018 gesprengt. Danach sollten die Sprengarbeiten an der Oberfläche nicht mehr wahrnehmbar sein.

Der Tunnel selbst wird voraussichtlich im Herbst 2019 ausgebrochen sein und die neue Röhre im Sommer 2022 in Betrieb gehen. Sobald der Verkehr dort auf drei Spuren in Richtung Basel/Bern rollen kann, werden die beiden bestehenden Röhren abwechslungsweise geschlossen und von Grund auf saniert. In dieser Phase stehen für den Verkehr in Richtung St. Gallen – wie heute – zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Ab Ende 2025 werden es dann vier Spuren in den heutigen Tunnelröhren sein, sodass ab diesem Zeitpunkt am Gubrist insgesamt sieben statt vier Fahrstreifen zur Verfügung stehen.