Dietikon
Die Abfallkübel an der Limmat sind vollgestopft - mit Hauskehricht

Noch immer gibt es viele Leute, die ihren Hausmüll in öffentlichen Abfallkübeln entsorgen – obwohl sie happige Bussen riskieren.

Katja Landolt
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Gibt es in Matzendorf zu wenig Abfalleimer? Temenbild azr

Gibt es in Matzendorf zu wenig Abfalleimer? Temenbild azr

Es ist ein unschönes Bild, das sich dem Spaziergänger an der Limmat präsentiert: Die Abfallkübel sind vollgestopft mit allerlei Hauskehricht. Plastiksäcke gefüllt mit Güsel, einer hat sogar Teppichreste entsorgt.

Das illegale Entsorgen von privatem Abfall ist ein leidiges Thema für die Stadt Dietikon. Als illegal gilt, wenn Abfall von zu Hause mitgebracht und in einem öffentlichen Abfallkübel entsorgt wird. «Das kommt leider immer wieder vor», sagt Bruno Rabe, Leiter Amt für Umwelt und Gesundheit. Gerade die Drahtkübel mit der grossen Öffnung, wie sie an der Limmat stünden, würden zum Entsorgen geradezu einladen.

Detektivarbeit in Kehrichtsäcken

Um Abfallsünder zu überführen, werden die Säcke aufgeschlitzt und der Güsel nach Hinweisen untersucht, die Rückschlüsse auf die Täter zulassen. «Wir suchen nach verwertbaren Informationen über die Täterschaft», sagt Lorenz Fränzl, Leiter Werkhof Dietikon. Könne dann bewiesen werden, dass die betreffende Person tatsächlich für die illegale Entsorgung verantwortlich ist, wird sie beim Statthalteramt verzeigt und ein Verfahren eingeleitet.

Ein Hoffnungsschimmer: Mit der Umsetzung des Abfallkübelkonzepts bis Ende Jahr werden die Abfallkübel teilweise ersetzt und die Anzahl der Kübel von heute 205 auf 257 Stück erhöht. «Die neuen Abfallkübel haben eine deutlich kleinere Öffnung und einen abgeschrägten Deckel», sagt Rabe. Da dürfte es für die Abfallsünder schwierig werden, ihre gefüllten Säcke hineinzustopfen.