«Unsere Spieler waren nicht von Anfang an bereit, sie hatten nicht den Biss, um gegen Schöftland zu bestehen», so erklärt sich der FC Dietikon-Trainer Goran Ivelj den desolaten Start ins Spiel gegen den Tabellennachbarn. Bereits unmittelbar nach Beginn des Spiels setzten die starken Suhrentaler die Heimmannschaft unter Druck. In der fünften Minute vertändelten zwei Verteidiger des FC Dietikon den Ball, was Miroslav Kral eiskalt nutzte und den Ball zum 0:1 ins Tor schlenzte. «Wir haben ihnen das Tor geschenkt», sagte Ivelj dazu.

Für den FCD-Torhüter Predrag Pribanovic waren diese Startminuten ein Vorbote davon wie der Rest seines Debüts verlaufen sollte. Bis zum ersten Tor wurde die Überlegenheit des FC Schöftland durch gelegentliche Angriffe Dietikons unterbrochen. Der Gegentreffer schien die Zürcher aber zusätzlich zu verunsichern. Die Dietiker verloren den Ball oft während des Spielaufbaus im Mittelfeld. Nach einem dieser Ballverluste lenkte der junge Dietiker Karen Petrosyan den Ball in der elften Minute zum 0:2 ins eigene Tor.

Dietiker greifen selten an

In der Folge kam Schöftland weiterhin zu vielen Chancen. Torwart Pribanovic konnte sich dabei aber einige Male auszeichnen. In der 15. Minute kam der als spektakulär angekündigte Neuzugang Dietikons João Paiva zu seinem ersten Abschluss. Er blieb in der ersten Halbzeit auffällig blass, war allerdings auch angeschlagen.

Aufgrund des schnellen Umschaltspiels der Aargauer hatte man stets das Gefühl, die Dietiker hätten einige Spieler weniger auf dem Rasen als die Gäste. In der 35. Minute blieb nach einem hart an der Grenze geführten Zweikampf der Dietiker Captain Naim Haziri liegen, kurz darauf netzte Tobias Boner zum 0:3 für Schöftland ein. Bei einem der seltenen Dietiker Angriffe wurde Alexandre Barbosa in der 38. Minute regelwidrig gestoppt. Naim Haziri verwandelte den Freistoss aus 35 Metern zur Verwunderung vieler direkt zum 1:3. Dieser bisher einzige Dietiker Glanzpunkt machte allen Beteiligten Hoffnung auf eine ausgeglichenere zweite Halbzeit.

«Ich habe meiner Mannschaft in der Pause gesagt, wir müssen an uns glauben, da raus gehen und drei Tore schiessen», so Ivelj nach dem Spiel. Die Worte des Trainers hatten offensichtlich gewirkt. Der FC Dietikon präsentierte sich komplett anders als in der ersten Halbzeit. Nun waren es die Dietiker, die die Zweikämpfe gewannen und eine Druckphase einleiteten.

Besonders João Paiva wirkte, als wäre er im Limmattal angekommen und tat sich durch einige gelungene Aktionen hervor. Trotz aufopferndem Kampf gelang den Dietiker kein weiterer Treffer. Der FC Schöftland konnte seinen Vorsprung über die Zeit retten. Durch die Niederlage rutschte Dietikon auf den siebten Platz ab, acht Punkte von der Tabellenspitze entfernt. Am kommenden Samstag muss Dietikon um 17 Uhr auswärts gegen den neuen Tabellennachbarn Liestal antreten.