Oberengstringen
Der Wunsch nach noch mehr Dorfleben im neuen Jahr

Für die Bewohner stehen verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen an oberster Stelle der Wunschliste für das Jahr 2013.

Simone Siegenthaler
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Sekundarlehrer Philipp Stimpfle (29) und Jenny Bender (18) mögen die Anlässe im Dorf
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Neujahrsapéro Oberengstringen
Godi Rüttimann ist zum ersten Mal am Neujahrsapéro
Gemeindepräsident André Bender will das Dorfleben fördern. sis

Sekundarlehrer Philipp Stimpfle (29) und Jenny Bender (18) mögen die Anlässe im Dorf

Simone Siegenthaler

Klirrende Gläser, Panflötenmusik und eine Diashow mit Bildern aus der Gemeinde bildeten den Rahmen für den traditionellen Neujahrsapéro im Foyer des Gemeindehauses. Dazu durfte eine Ansprache des Gemeindepräsidenten natürlich nicht fehlen.

In Anlehnung an seine letztjährige Rede über die Bedeutung von Zeit stellte André Bender zu Beginn seiner diesjährigen Ansprache eine Frage in den Raum: «Haben Sie sich im 2012 mehr Zeit genommen?» Das etwas verlegene Schmunzeln etlicher Gäste schien eine Antwort darauf zu geben. Bender forderte die Dorfbewohner deshalb dazu auf, wieder etwas mehr Kind zu sein «Kinder denken nicht an morgen oder gestern, haben keine Wenn und Aber, gehen offen auf andere Menschen zu. Erwachsene, die nicht verlernt haben, Kind und spontan zu sein, sind bewundernswert», sagte der Gemeindepräsident.

Gesundheit ist den Leuten wichtig

Für die Oberengstringer selber stehen Gesundheit, noch mehr Dorfleben und verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen an oberster Stelle der Wunschliste für 2013. So gab es für Rosel Müller im 2012 gute und schlechte Zeiten. «Für das kommende Jahr bin ich zuversichtlich und hoffe, dass ich gesund bleibe», so die 76-Jährige. Auch die 18-jährige Jenny Bender, die Tochter des Gemeindepräsidenten, wünscht sich für 2013 «Gesundheit und viele glückliche Stunden in Oberengstringen». Für den 79-jährigen Max Schleiss stehen zwischenmenschliche Beziehungen an erster Stelle: «Ich bin in Oberengstringen geboren, habe die Kriegsjahre hier verbracht und hier geheiratet. Für die Zukunft von Oberengstringen wünsche ich mir, dass man sich wieder etwas mehr grüsst auf der Strasse.» Der 29-jährige Sekundarlehrer Philipp Stimpfle freut sich über den Apéro, denn, «es ist wichtig, dass die Leute realisieren, dass man auch im Dorf etwas Schönes machen kann».

Wichtige Geschäfte warten

Auch für den Gemeindepräsidenten hat die Förderung des Dorflebens einen ganz besonderen Stellenwert. «Denn letztendlich ist es das Dorfleben, das eine Gemeinde ausmacht. Zudem schätze ich den durch solche Anlässe ermöglichten direkten Kontakt mit und unter den Einwohnerinnen und Einwohnern. Für das kommende Jahr wünsche ich mir in Oberengstringen noch mehr Zusammensein an attraktiven Anlässen», sagte Bender.

Zudem, so Bender, stünden für 2013 wichtige Geschäfte an. «So sind beispielsweise der Kunstrasen-Fussballplatz und der Masterplan, der eine verbesserte Medizin- und Ärztesituation in Oberengstringen einschliesst, Themen für das kommende Jahr.»