Dietikon

Der Wow-Effekt im Fonduechalet hat funktioniert. Jetzt muss der Zauber noch aufs Eisfeld

Die Organisatoren des ersten Dietiker Weihnachtsdorfes ziehen eine positive Bilanz und wissen aber bereits, was sie nächstes Jahr ändern.

Schon bald wird die Skulptur Joy wieder als alleinige Attraktion auf dem Rapidplatz in Dietikon stehen. Der Limmatzauber geht heute zu Ende und mit ihm folgt der Abbau der Eisbahn und des Fonduechalets. Seit dem Start Ende November haben 15 000 Gäste das Weihnachtsdorf besucht. Entsprechend ziehen die beiden Organisatoren Stephan Bernet und Roger Zeindler eine positive Bilanz. Es steht bereits fest: Der Zauber wird im nächsten Jahr zurückkehren und noch mehr Magie versprühen.
Etwas weniger Besucherinnen und Besucher lockten die Marktstände im Dezember an. Hingegen wusste das Chalet mit der Inneneinrichtung zu begeistern: «Wir haben sehr viel positives Feedback vor allem für die Fonduestube erhalten. Wir wollten kein 08/15-Chalet, sondern einen Wow-Effekt erzeugen und das haben wir geschafft», sagt Zeindler. Nicht nur aus der Region seien die Leute gekommen. Zwei Besucher hätten erzählt, sie seien extra aus St. Gallen angereist. Zudem hätten drei Frauen aus Zürich die Stube über die gesamte Zeit einmal wöchentlich aufgesucht, weil es ihnen so gefallen habe. «Wir haben es geschafft, den Zauber in das Chalet zu bringen. Jetzt gilt es, diesen noch auf das Eisfeld zu übertragen.»
Dem stimmt auch Bernet zu: «Das Eisfeld wurde zwar immer wieder gut besucht, aber es gibt noch Luft nach oben», sagt er. Die Magie habe gefehlt und das Feld müsse wesentlich grösser werden. «Wir werden die Anlage auch näher zum Chalet hin verschieben, damit das Eisfeld besser im Winterdorf integriert ist.»

Der Anlass soll für Familien attraktiver werden

Zudem seien mehr Dekorationen, Sitzgelegenheiten und ein vielfältigeres kulinarisches Angebot in Planung. «Der Anlass muss allgemein noch attraktiver für Familien werden», findet Bernet. Das OK hege deshalb die Idee, einen Hockey-Parcours zu organisieren und für Jugendliche und Junggebliebene eine Eisdisco. Für die Kleinen soll es eine Märchenstube geben.
Die leere Fläche in der Platzmitte wurde Ende Dezember für die Schneebar genutzt. Zum ersten Mal fand das Schlittenrennen Crazy Slide in Dietikon statt. Bisher war Schlieren der Austragungsort. Sieben Teams fuhren mit selbst gebastelten Schlitten eine hohe Schneerampe hinunter. Der «Schnee» wurde von zwei Schlittschuhbahnen in Wettingen und Dielsdorf zusammengetragen. «Es handelt sich um den Abrieb der Eisfläche, welcher beim Reinigen entsteht», erklärt Bernet.
Dieser Anlass verzeichnete rund 2100 Besucherinnen und Besucher. Trotzdem steht noch nicht fest, ob die Schneebar wieder stattfindet. «Der ganze Anlass ist sehr aufwendig und es wird immer schwieriger, Teams zu finden, die mitmachen.» Es stecke auch Zeit und Geld im Bau eines Gefährts und es sei nicht ganz ohne, die Rampe hinunterzusausen. «Es gibt diesen Event auch schon so lange. Wer weiss, vielleicht gibt es bald das erste Flachland-Skirennen im Limmattal», verrät Bernet. Man darf also gespannt sein, welche verrückten Ideen im kommenden Jahr folgen werden.
Auch die zweite Ausgabe wird nächstes Jahr wieder zwei Monate dauern. Der ganze Aufwand würde sich nicht lohnen, wenn es im Dezember bereits zu Ende wäre. Zudem gäbe es noch viele Firmen, die ihr Weihnachtsessen in den Januar verlegen würden. «Die Initialkosten für einen solchen Grossanlass sind sehr hoch, das rechnet sich nicht im ersten Jahr», so Bernet. Total kostete der Event 750 000 Franken. Mit dem Ertrag aus Fondue und Glühwein werde das nicht gedeckt. «Ohne Sponsoren haben wir keine Chance.» Der Anlass sei von Anfang an auf längere Sicht geplant gewesen, schliesslich soll er sich im Limmattal etablieren.

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