Urdorf

Der Wald wird dank Zusammenschluss von Parzellen wirtschaftlicher

Urdorfer Waldbesitzer sollen ihre Parzellen zusammenlegen. Hanspeter Baertschi

Urdorfer Waldbesitzer sollen ihre Parzellen zusammenlegen. Hanspeter Baertschi

Gemeinde und Kanton wollen, dass Waldbesitzer ihre Parzellen zusammenlegen. Der Grund dafür ist die angestrebte Senkung der Unterhaltskosten. Die Zusammenschlüsse sollen bis zum September 2014 vollendet sein.

Die Privatwaldfläche in Urdorf, die im Besitz von verschiedenen Eigentümern ist, ist so gross wie 64 Fussballfelder. 70 Waldeigentümer teilen die 184 Parzellen untereinander auf. Hier liegt laut Rebecca Bauder, Bereichsleiterin Planung, Bau und Umwelt der Gemeinde Urdorf, das Problem. Denn ein Besitzer habe in der Regel verschiedene Parzellen, die an unterschiedlichen Orten im Urdorfer Wald zu liegen kämen.

Damit die Bewirtschaftung des Waldes einfacher und auch kostengünstiger geschehen könne, sei es optimal, wenn jeder Landbesitzer seine Parzelle an einem oder zwei Orten im Wald konzentrieren könnte, sagt sie. «Durch eine geringere Anzahl Parzellen und deren entsprechend grössere Fläche vereinfacht sich die Bewirtschaftung für den Förster». Dies wolle man durch Landabtausch oder Verkauf einzelner Parzellen zwischen der Gemeinde Urdorf, den einzelnen Besitzern und der Korporation Oberurdorf erzielen, so Bauder.

Positive Rückmeldung der Besitzer

Unterstützung erhält die Gemeinde dabei vom Kanton, der ihr bei der Planung zur Seite stehen und einen Teil der Kosten übernehmen wird. Dabei zeigt sich, dass die Ziele ambitioniert sind.

Laut dem kantonalen Amt für Landschaft und Natur sollen die 184 Parzellen auf höchstens 60 reduziert werden. Die minimale Grösse der einzelnen Parzellen solle 0.75 Hektaren oder umgerechnet rund ein Fussballfeld nicht unterschreiten. Laut Planung sollen alle Zusammenschlüsse im September 2014 vollendet sein.

Förster bewertet Parzellen

Anhand einer schriftlichen Befragung im vergangenen September habe man bei den Waldbesitzern den Puls fühlen wollen, sagt Rebecca Bauder weiter. «Man hat festgestellt, dass sie den Sinn und Zweck hinter dem Vorhaben sehen», sagt sie. Die Kosten teilen sich Kanton, Gemeinde und Waldbesitzer auf.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden die einzelnen Parzellen vom Förster bewertet. Die daraus resultierenden Zahlen sollen dann die Verhandlungsgrundlage für Tausch- und Kaufverträge bilden. Diese sollen laut Terminplan nächstes Jahr zwischen Mai und Juni abgeschlossen werden können.

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