Wintersport
Der viele Schnee macht Dietikon zum Skiparadies

Dank der guten Schneeverhältnisse ist der Skilift am Montag in Betrieb genommen worden – die Leute kamen in Scharen auf die Piste.

Bastian Heiniger
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Der Skilift ist seit diesem Montag in Betrieb
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Die Schanze war bei vielen Kindern beliebt
Peter Hofstetter aus Bergdietikon begleitet seine siebenjährige Tochter
Nico und Jeanin Reust bringen ihrem Sohn das Skifahren bei
Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit, hat seine Ferien unterbrochen, um den Lift in Betrieb zu nehmen
Dietikon wird zum Skiparadies
Nico Reust aus Bonstetten übt in Dietikon mit seinem Sohn für die Skiferien
Die Schlange wurde im Verlauf des Morgens immer länger

Der Skilift ist seit diesem Montag in Betrieb

Bastian Heiniger

Zwei Schlittenfahrer jagen den Hang herunter, ein Kind steuert mit seinen Skiern auf eine Schanze zu, ein Snowboarder zieht elegante Kurven, unten am Skilift bildet sich eine immer längere Schlange: Wer derzeit auf die Ski oder aufs Snowboard will, muss dafür nicht eigens in die Berge fahren – das geht auch in Dietikon. Und zwar bei der Hundshütte, wo auf 460 Metern über Meer der tiefstgelegene Skilift der Schweiz steht. Nachdem dieser während der gesamten letzten Saison geschlossen blieb, konnte der Schlepplift dank der guten Schneeverhältnisse gestern eröffnet werden.

Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit, brach sogar seine Weihnachtsferien frühzeitig ab, um den Lift in Betrieb zu nehmen. «Solange das Wetter mitspielt, werden wir ihn laufen lassen», sagt Strässle. Wahrscheinlich bleibt er noch die ganze Woche geöffnet. Die Eröffnung kommt aufgrund der Schulferien gerade zur richtigen Zeit. Entsprechend viele Kinder waren bereits am Morgen auf der Piste. Selbst als es immer stärker zu schneien begann, trafen mehr und mehr Leute bei der Hundshütte ein.

Im Gstältli die Piste runter

So etwa Peter Hofstetter aus Bergdietikon, der vor vierzig Jahren hier begann, Ski zu fahren. Gestern begleitete er seine beiden Töchter. «Für sie ist es besonders schön, dass es vor der Haustüre einen Skilift gibt», sagt er. Die siebenjährige Vivienne fährt denn auch fleissig den Hügel hinauf und herunter. Im Tiefschnee gefällt es ihr besonders gut.

Während manche Kinder die 180 Meter lange Piste bereits gekonnt heruntersausen, bedürfen andere noch etwas Hilfe. Nico Reust aus Bonstetten etwa hat seinem dreijährigen Sohn ein Gstältli umgebunden. «Das ist besser als ihn unter den Armen zu halten, denn so steht er selbstständig auf den Skiern und lernt schneller», sagt Reust. Dass er mit seinem Sohn in Dietikon üben könne, sei genial. «So ist er bereits für die Skiferien eingeübt.» Gemeinsam lassen sie sich vom Lift hochziehen, im Stemmbogen kurven sie herunter. Ein anderes Kind überholt die beiden, fällt hin, beginnt zu weinen. Kurze Zeit später steht es wieder in der Kolonne des Skilifts.