Birmensdorf
Der verbliebene Asylcontainer in Birmensdorf ist unterbelegt

Im verbliebenen Asylcontainer in Birmensdorf wohnen derzeit nur noch vier Bewohner. Drei andere sind, nachdem ihnen das Taggeld gekürzt worden ist, untergetaucht.

Florian Niedermann
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Die Asylcontainer Birmensdorf – das jüngste Beispiel für den Widerstand gegen eine neue Unterkunft.

Die Asylcontainer Birmensdorf – das jüngste Beispiel für den Widerstand gegen eine neue Unterkunft.

Limmattaler Zeitung

Nach dem Brand in der Birmensdorfer Asylunterkunft vom vergangenen Silvester hielten sich noch sieben junge Männer aus Nordafrika im verbliebenen Container auf. Kürzlich seien drei von ihnen untergetaucht, vermeldete der «Tages-Anzeiger» gestern.

Taggeld wurde gekürzt

Gemeindeschreiber Angelo Umberg bestätigt auf Anfrage auch die im betreffenden Artikel geäusserte Annahme, dass den Asylsuchenden das Taggeld gekürzt worden sei, nachdem sie vor dem Brand randaliert hätten. «Zwischen der Kürzung des Taggeldes und dem Untertauchen besteht aber wahrscheinlich kein Zusammenhang», erklärt Umberg. Die Motive seien vielfältig, und meist vom Verfahrensstand der einzelnen Personen abhängig.

Kontingent soll erfüllt werden

Die Massnahme der Taggeldkürzungen sei nicht durch die Gemeinde initiiert worden, so Umberg: «Das ist eine Massnahme, die von unserer Mandatsträgerin im Bereich der Asylsuchendenbetreuung, der ORS Service AG, angewandt wird.»

Der ausgebrannte Container der Asylunterkunft wurde bereits entfernt, und soll in den nächsten Wochen ersetzt werden. Sobald der Kanton der Gemeinde wieder neue Asylsuchende zuweist, werden diese darin untergebracht. «Wir wollen unser Kontingent von 29 untergebrachten Asylsuchenden erfüllen», sagt Umberg. Im Zusammenhang mit dem Brand im einen Container kann, gemäss Martin Sorg, Pressesprecher der Kantonspolizei, Brandstiftung nach wie vor nicht ausgeschlossen werden. Der Verdacht habe sich aber auch nicht erhärtet.