Uitikon

Der «Üdiker-Sack» wird nicht zum Vorbild für andere Gemeinden

(Symbolbild)

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Birmensdorf und Aesch setzen weiterhin auf den Zweckverband «Limmattalersack». Uitikon geht einen eigenen Weg.

Der Uitiker Gemeinderat gab vor kurzem bekannt, dass er für die Entsorgung des Hauskehrichts einen eigenen «Üdiker-Sack» einführt. Bisher landete der Uitiker Abfall in der Kehrichtverbrennung von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ), dementsprechend verwendete man für die Kehrichtabfuhr den «Züri-Sack». Die Gemeinde lässt ihren Hauskehricht neu zwar im Kehrichtheizkraftwerk in Dietikon verbrennen, entschied sich aber gegen einen Anschluss an den Zweckverband des «Limmattalersackes».

Weniger Ertrag als bei «Züri-Sack»

Dies, weil man gegenüber dem «Züri-Sack» weniger Gebührenertrag pro Sack erhalten hätte und deshalb die Grundgebühren für die Abfallentsorgung hätte anheben müssen. Als weiteres Argument gegen einen Anschlussvertrag nennt der Gemeinderat in seiner Mitteilung, dass die künftige Preisgestaltung im Zweckverband den grösseren Gemeinden und Städten unterliege, die tiefere Entsorgungskosten zu tragen hätten. Diesen Umstand begründet die Gemeinde mit höheren Transportkosten, die Uitikon wegen der geografisch weiteren Distanz zum Kehrichtheizkraftwerk und dem verzweigten Einfamiliencharakter der Siedlung erwachsen.

Für Aesch stimmen die Strukturen

Obwohl Uitikon in Bezug auf die Lage und die Siedlungsstruktur sehr ähnlich, wird die Lancierung eines eigenen Abfallsacks in den Nachbargemeinden Birmensdorf und Aesch wohl kaum Schule machen.

«Für den Moment bleiben wir im Zweckverband des ‹Limmattalersackes›», sagt etwa der Aescher Werk- und Gesundheitsvorstand Roland Helfenberger (SVP). Die Strukturen in der Abfallentsorgung habe man sich über Jahre erarbeitet und man sei bislang damit immer zufrieden gewesen.

Auch sein Birmensdorfer Amtskollege Ringo Keller (SVP) sieht derzeit keinen Grund für einen Ausstieg und die Einführung eines eigenen Kehrichtsacks. Die Gemeinde erarbeite bis Ende des Jahres zwar ein gesamtheitliches Abfallkonzept und werde im Rahmen dessen auch einen Ausstieg aus dem Zweckverband diskutieren müssen, so Keller.

«Erträge sind normal»

Die Kosten für den Transport vereinbart die Gemeinde Birmensdorf - wie die meisten Gemeinden im Limmattal - mit einem privaten Unternehmen. «Unser Vertragspartner rechnet pro Tonne ab, und nicht pro gefahrenen Kilometer», sagt Keller. Natürlich sei die Distanz im Preis einberechnet. Der finanzielle Aufwand für den Transport wie auch die Erträge aus den Sackgebühren lägen aber in einem völlig normalen Bereich, sagt der Gesundheitsvorstand: «Derzeit sehe ich daher keinen Anlass zu einem Ausstieg aus dem Zweckverband.»

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