Die Gemeinde Birmensdorf veranschlagt für das Jahr 2014 ein knappes Minus von 0,4 Millionen Franken. Der Birmensdorfer Gemeinderat hat dennoch beschlossen, den Steuerfuss der politischen Gemeinde 2014 bei 44 Prozent zu belassen. Weil die Schulgemeinden ihren Steuerfuss wegen geplanter Bauvorhaben erhöhen, steigt der Gesamtsteuerfuss dennoch von 100 auf 110 Prozent.

Steuerertrag gleicht Minus fast aus

Im Voranschlag der politischen Gemeinde steht ein Aufwand von 23,4 Millionen Franken einem Ertrag von 16,2 Millionen gegenüber. Das Minus von 7,2 Millionen soll durch Steuereinnahmen von 6,8 Millionen teilweise kompensiert werden. Das verbleibende Minus von 0,4 Millionen wird dem Eigenkapital belastet, das per Ende 2014 rund 19,5 Millionen beträgt.

Der Steuerhaushalt zeigt eine stabile Entwicklung des Staatssteuerertrages, wie die Gemeinde mitteilt. Angesichts der guten Abschlüsse vergangener Jahre und der soliden Substanz des politischen Gutes könne der budgetierte Aufwandüberschuss verkraftet werden.

Es sei aber davon auszugehen, dass die Steuererträge aus Vorjahren tiefer ausfallen werden als zuletzt. Die Gemeinde müsse 2014 auch mit kleineren Zuschüssen aus dem kantonalen Finanzausgleich rechnen, so die Exekutive. Sorgen bereiten ihr die steigenden Kosten in der Pflegefinanzierung und bei den Zusatzleistungen.

Steuererhöhung wegen Schulhaus

Die Primarschulgemeinde beantragt bei einem Aufwandüberschuss von 0,6 Millionen Franken eine Steuerfusserhöhung von 7 Prozent. Fünf Prozent davon entfallen auf die Vorfinanzierung für das geplante Schulhaus im Haldenacher.

Die Sekundarschule Birmensdorf-Aesch beantragt eine Steuerfusserhöhung um 3 Prozent auf 21 Prozent. Wegen der geplanten Fusion mit der Sekundarschule Uitikon beliess man den Steuerfuss 2013 bei 18 Prozent. Wegen des Neins an der Urne müsse man die Steuern nun erhöhen, so die Schulpflege.

Die Sekundarschulgemeinde budgetiert ein Plus von rund 33 000 Franken. Die Mehrausgaben liegen vor allem in den Bereichen Schulverwaltung, Liegenschaften und Sonderschulung. Bei den geplanten Nettoinvestitionen von 1,2 Millionen bilden die Sanierung der Heizung, der Kauf des gemieteten Pavillons und die Sanierung des Hartplatzes die wichtigsten Punkte.