Es ist dies bereits die dritte Version des Projekts, für welches das Parlament 2010 einen Kredit von 350 000 Franken gesprochen hatte. Zweimal rekurrierten rund 60 Anwohner im Zelgli-Quartier vor dem Baurekursgericht erfolgreich gegen den Skatepark. Sie befürchten starke Lärmimmissionen.

Nun kommt ihnen die Stadt in ihrer wichtigsten Forderung entgegen: Die Nutzung des Skateparks wird in einem Betriebsreglement zeitlich eingeschränkt. Montag bis Samstag darf die geplante Anlage von 12 bis 13 Uhr und Abends nach 20 Uhr nicht befahren werden. Am Sonntag dauert die Mittagspause gar von 12 bis 14 Uhr. Nicht eingegangen ist der Stadtrat auf die Forderung der Anwohner nach einem Musik- und Alkoholverbot sowie einer Umzäunung des Skateparks, wie Werkvorstand Stefano Kunz (CVP) erklärt: «Wir sehen es nicht als angezeigt, vorwegnehmende Massnahmen zu treffen, da Skaten nicht automatisch mit lauter Musik und Alkoholmissbrauch gleichzusetzen ist.» Falls es nach der allfälligen Inbetriebnahme der Anlage Probleme gebe, werde die Stadt aber selbstverständlich eingreifen, versichert er.

Kritiker sind nicht ganz zufrieden

Die Zelgli-Anwohner werden nun die Baubewilligung «kritisch prüfen» und dann über das weitere Vorgehen entscheiden, wie Jean-Marc Fischer, der Wortführer der Rekurrenten, sagt: «Es klingt danach, als ob die Auflagen der Stadt in die Richtung gehen würden, wie wir es mit den Behörden vorbesprochen haben.» Dennoch: Ganz zufrieden sind die Kritiker nicht. Sie monieren, dass die Stadt den Anwohnern die Überwachung der Anlage überlasse, indem sie die geforderten Verbote und die Umzäunung nicht ins Projekt einbeziehe. «Wir sagten immer, dass die Durchsetzung des Betriebsreglements und der Betriebszeiten für uns ein wichtiges Kriterium ist», so Fischer. Dies sei ganz klar Sache der Stadt.

Schwerer wog in der langwierigen Geschichte des Skateparks bisher die Betriebszeiteneinschränkung. Das Baurekursgericht gab den rekurrierenden Anwohnern zweimal teilweise Recht. Sie waren der Ansicht, die Lärmschutzgutachten, die der Baubewilligung zugrunde lagen, seien unvollständig. Die Baubewilligung wurde aufgehoben. Zweimal musste die Stadt ein neues Gutachten erstellen lassen. Gemäss dem Urteil vom November 2013 mussten die Behörden in das aktuelle Lärmgutachten für den Skatepark auch die Emissionen des angrenzenden Zelglischulhauses einberechnen. «Diese Auflage führte dazu, dass wir entgegen unseren ursprünglichen Absichten auch eine Betriebspause über Mittag ins Betriebsreglement aufnahmen», sagt Roger Gerber, der Leiter der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen. Weil man damit die Lärmschutzgrenzwerte nach dem Vorsorgeprinzip unterschreite, sei das Gutachten damit «wasserdicht». «Bei einem erneuten Rekurs hätte die Stadt gute Chancen, dass das Baurekursgericht diesmal einen positiven Entscheid fällt», so Gerber. Man hoffe aber, dass die Kritiker nun keinen Anlass mehr sehen würden, den Skatepark anzufechten.

«Keine unendliche Geschichte»

Auch Werkvorstand Kunz hofft darauf, dass dem Projekt nun keine Steine mehr in den Weg gelegt werden. «Es wäre ein wichtiges Zeichen, um zu zeigen, dass die Bevölkerung gewillt ist, auch für die Jugend etwas auf die Beine zu stellen», sagt er. Käme es zu einem erneuten Rekurs, müsste sich die Stadt ernsthaft überlegen, ob sie den Skatepark überhaupt bauen kann. «Das Unterfangen soll keine unendliche Geschichte werden», so Kunz.