Die gute Nachricht für die Bewohner der Quartiere in Schlieren West zuerst: Der Stadtrat hält an seinem Vorhaben fest, im Reitmen ab 2018 eine Gleisquerung für den Fuss- und Veloverkehr zu schaffen. Die Schlechte: Mit einer oberirdischen Konstruktion – wie sie sich viele Anwohner wünschen – ist derzeit nicht zu rechnen. Es wird wohl bei einer Unterführung bleiben, wie aus einer Antwort des Stadtrats auf eine kleine Anfrage von GLP-Gemeinderat Nikolaus Wyss hervorgeht.

Anlass zu seinem Vorstoss gab die Präsentation eines Studienauftrags für das Baufeld der Immobilienfirma Pensimo Management AG in Schlieren West. «Auf die Frage, ob die in den Plänen nur fein skizzierte Bahnquerung Reitmen verbindlichen Charakter habe, gaben sich die Auskunftspersonen zurückhaltend», schreibt Wyss in der Begründung seiner kleinen Anfrage.

Der Gemeinderat wollte daher vom Stadtrat wissen, wie der aktuelle Planungsstand der Querung sei, welche Bedeutung ihr der Stadtrat beimesse und ob es aus «aus Gründen der Attraktivität und des Sicherheitsgefühls» Überlegungen für eine oberirdische Lösung gebe.

Querung ist fix eingeplant

Die Exekutive antwortete nun, dass die fragliche Querung sowohl im Gestaltungsplan Schlieren West vermerkt als auch im Agglomerationsprogramm als Vorhaben angemeldet sei. Und selbst im vom Stadtrat verabschiedeten behördenverbindlichen Verkehrsplan ist die Reitmen-Unterführung «als kommunale Fussgängerverbindung vorgesehen», wie der Stadtrat schreibt. Konkret sind im Finanzplan 2014 bis 2018 ab dem Jahr 2017 Beträge zur Planung und Realisierung (ab dem Jahr 2018) eingestellt.

Der Wunsch nach einer Über- statt Unterquerung der Gleise dürfte gemäss Stadtrat aber nicht in Erfüllung gehen: «Da bei Überführungen immer auch die Fahrleitungen zu beachten sind, ergeben sich üblicherweise aufwendige und teure Konstruktionen», schreibt er in seiner Antwort. Im Rahmen der weiteren Planung würden «Sicherheitsüberlegungen aber sicher einbezogen», heisst es darin weiter.

Im Norden nichts Neues

Wenig Aufschlussreiches wusste die Stadtregierung auf Wyss’ Frage zu antworten, was in nördlicher Fortsetzung der Reitmenstrasse gegenwärtig in Planung sei. «Der Reitmenweg besteht auf der Nordseite der Bahn bereits und verläuft im Grundsatz passend», lässt der Stadtrat verlauten. Weitere Details wie etwa eine mögliche Verbreiterung, die Änderung der Radien oder Gefällsfragen seien noch nicht geplant worden.