Schlierefäscht
Der Stadtpark wird im September zum Party-Schloss

Jetzt steht fest, wo in Schlieren zwischen dem 2. und 11. September gefeiert wird. Das Festgelände konzentriert sich wie bei früheren Stadtfesten auf das Gebiet im und um den Stadtpark.

Nicole Emmenegger
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Charly Mettier

Charly Mettier

Limmattaler Zeitung

Ein rechteckiges Stück Wiese an der Badenerstrasse, ohne Höhen, ohne Tiefen – so sieht das Stadtpark-Gelände neben dem Schlieremer Ortsmuseum heute aus. Am Stadtfest «Schliere lacht» im September ist Schluss mit unspektakulär: Dann werden hier die Party-Königinnen und -Könige zum Sound von Soulsänger Seven und Rapperin Steff la Cheffe regieren.

Die Form der Bühne: ein Schloss. Der Name dieser Festzone: «Live im Park». Eine Reihe von Bars wird den Partybereich gegen die Badenerstrasse und gegen den angrenzenden Kinderspielplatz abgrenzen.

«Live im Park» ist nur eines der fünf Epizentren des zehntägigen Schlierefäschts, die Mediensprecher Charly Mettier gestern vorstellte. «Es wird für jeden Geschmack und für jedes Alter etwas dabei sein», sagt er. Das Festgelände konzentriert sich wie bei früheren Stadtfesten auf das Gebiet im und um den Stadtpark. Neu sind eine Bühne an der Sägestrasse und das Zirkuszelt beim Schulhaus Hofacker. Die Zentrumsbühne steht traditionsgemäss auf dem Platz vor der evangelisch-reformierten Kirche Schlieren.

In den Quartieren wird es hingegen keine Bühnen oder Beizen geben – obwohl geplant war, diese ins Festgelände einzubinden. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass dies das Fest zerfleddern würde», begründet Mettier. Nun suche man nach anderen Lösungen, die Quartierbewohner und insbesondere die Neuzuzüger ans Schlierefäscht zu holen.

An verlockenden Angeboten fehlt es nicht

Auf der Zentrumsbühne bei der Kirche präsentiert sich das Schlierefäscht von seiner volksnahen Seite: die neuen Schlieremer Chind, die jungen Volksmusik-Stars Florian & Seppli oder Schlagersängerin Sarah-Jane sorgen dafür, dass «Schliere lacht» – und natürlich auch die Besucher aus anderen Gemeinden. Auf der kleineren Bühne an der Sägestrasse treten unter anderem der Komiker Peach Weber, der italienische Songpoet Pippo Pollina sowie einheimische Formationen wie die Stadtjugendmusik Schlieren oder die Schwyzerörgeli-Gruppe Schlieren auf.

Wem dieses Programm zu bodenständig ist, findet Jugendkultur im Stadtpark. Idyllisch unter Bäumen gelegen entsteht dort unter der Federführung der städtischen Jugendarbeit ein eigenes Jugenddorf. Das Programm wird laut Mediensprecher Mettier in Kürze feststehen.

Bereits fix sind die Highlights im Zirkuszelt auf der Sportwiese der Schulanlage Hofacker: Rund 400 Schülerinnen und Schüler bringen dort und auf dem ganzen Festgelände das Publikum zum Staunen und Lachen – mit Tricks und Gags, die ihnen Clown Mugg während der Zirkusproben beigebracht hat. Geschmunzelt werden darf im Zirkuszelt auch über die Schlieremer Politiker, die sich anlässlich der «Schlieremer Arena» nicht ganz ernst gemeinte Wortgefechte liefern. Motto: «Politik ist, wenn man trotzdem lacht.»

Neuer Platz für Zirkuszelt

Eine Überraschung bescherte das Zirkuszelt bereits den Organisatoren des Schlierefäschts: Sie wollten das Zelt auf der Wiese beim Stürmeierhuus aufbauen, als markantes Erkennungszeichen des Festgeländes. «Daraus wurde aus technischen Gründen nichts», sagt Mettier. Direkt unter dem geplanten Standort befindet sich die Tiefgarage des Stadthauses. «Die Befestigung des Zelts hätte nicht genügend tief im Boden verankert werden können», so Mettier. Er sieht auch einen Vorteil des neuen Standorts: Die Schulhausanlage Hofacker werde stärker ins Festgelände eingebunden.

Eine weitere Herausforderung für die Organisatoren ist finanzieller Natur: Die Bühneneinrichtung kostet wesentlich mehr als budgetiert, wie der Mediensprecher bestätigt: «Die professionellen Bands, die wir für das Schlierefäscht gewinnen konnten, stellen hohe Ansprüche an die technische Ausstattung der Bühne.» Aus diesem Grund sei die Millionengrenze bei den voraussichtlichen Kosten für das Fest bereits überschritten worden.

Im letzten Jahr rechnete man noch mit Kosten von 860 000 Franken. Unter der Leitung des Sponsoringchefs Albert Schweizer muss das Organisationskomitee nun noch mehr Sponsoren ins Boot holen. Diese sollen über 400 000 Franken zum grossen Fest beitragen. Die Stadt unterstützt das Schlierefäscht mit 310 000 Franken. Etwas Geld in die Festkasse bringen sollen auch die neuen T-Shirts mit dem Logo des Schlierefäschts. Sie sind in der Vinothek Barili und in der Drogerie Locher in Schlieren erhältlich.