Limmattal
Der Sonnenschein trügt – glatte Strassen und Bahnausfälle

Regen und tiefe Temperaturen lassen die regionalen Werkdienste auf Hochtouren arbeiten. Auch die BD-Bahn wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Alex Rudolf
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Winterzauber im Limmattal
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Winterzauber im Limmattal
Der Sonnenschein trügt - glatte Strassen und Bahnausfälle
Winterzauber im Limmattal
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Winterzauber im Limmattal

Winterzauber im Limmattal

Das Tagesfazit von Meteoschweiz fiel klar und deutlich aus. An keiner einzigen Messstation der Schweiz sei am Berchtoldstag auch nur eine Minute Sonnenschein gemessen worden, wohingegen es nahezu flächendeckend Niederschlag gegeben habe. Gepaart mit eisigen Nachttemperaturen, hatte dies gefrorene Strassen zur Folge.

Gestern Morgen fiel bis um 8.30 Uhr die BD-Bahn zwischen Wohlen und Dietikon aus. Der Grund dafür seien vereiste Fahrleitungen sowie eine Weichenstörung gewesen, wie ein Sprecher der BDWM Transport AG auf Anfrage der Limmattaler Zeitung erklärte. Keine Zwischenfälle gab es derweil auf den Strassen. Carmen Surber, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich, verweist jedoch darauf, dass am gestrigen Freitag wenig Menschen auf Limmattaler Strassen unterwegs waren, da viele die Feiertagsbrücke machten.

Vorarbeit am Vorabend

Dass Autofahrer bereits in den frühen Morgenstunden problemlos von A nach B gelangten, ist der Arbeit der Mitarbeiter der Werkhöfe der Limmattaler Gemeinden zu verdanken. Der Werkhof-Leiter in Aesch, Felix Hofstetter, und sein Team rückten gestern um 4.30 Uhr aus. «In der Nacht habe ich Sterne am Himmel gesehen, da wusste ich, dass es auf den Strassen rutschig werden wird», sagt Hofstetter. Zum Glück seien er und sein Team bereits vorgestern für rund drei Stunden dabei gewesen, die Strasse von Schnee und Matsch zu befreien. «Sonst wäre gestern Morgen alles spiegelglatt gewesen», sagt Hofstetter.

Man merke den Höhenunterschied

Auch in Uitikon wurde bereits früh und auf Hochtouren gearbeitet. Die Höhendifferenz der unterschiedlichen Ortsteile führt derweil zu unterschiedlichen Wetterverhältnissen. Während es auf Höhe Gemeindehaus regnete, schneite es in Ringlikon. Martin Landis, Leiter des Werkhofs Uitikon und sein Team begannen um 4.15 Uhr mit der Besalzung der Strassen, aber auch sie arbeiteten bereits am Vorabend für mehrere Stunden. In Birmensdorf weist Werkhofleiter Viktor Meyer darauf hin, dass für ihn und sein Team gestern ein verhältnismässig angenehmer Winterarbeitstag war. Denn bei starkem Schneefall rücke man gegen drei aus, um in zwei Etappen salzen zu können. «Gestern aber begannen wir um halb fünf, da eine Schicht Salz für die meisten Strassen genügte», sagte er.

Gestern Nachmittag vermochte die Sonne durch die Nebelschicht bis hinunter nach Dietikon zu dringen. Laut Meteoschweiz wird sich dies in den kommenden Tagen mit Temperaturen zwischen 4 bis 6 Grad wiederholen. Dass die Strassen und Bahngleise in den Folgenächten wieder derart gefrieren, ist unwahrscheinlich. Dies ist so, weil das Thermometer heute und morgen Nacht nur bis auf maximal minus 1 Grad und nicht wie gestern auf minus 4 Grad sinkt.