Dietikon

Der Skulpturenpark beschäftigt die Stiftungsaufsicht noch lange

Der Bruno-Weber-Park wird die Stiftungsaufsicht noch lange beschäftigen.

Der Bruno-Weber-Park wird die Stiftungsaufsicht noch lange beschäftigen.

Bis im Bruno Weber Skulpturenpark wieder alles in geregelten Bahnen läuft, dürfte es noch eine Weile dauern. Die Stiftungsaufsicht, die im März übernahm, ist aber zuversichtlich, dass die Probleme gelöst werden können.

Wie es mit dem Bruno Weber Skulpturenpark ob Dietikon weitergeht, ist weiterhin unklar. Nachdem der Stiftungsrat der Bruno Weber Stiftung im Februar in corpore zurückgetreten war, hatte die BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Aargau (BVSA) im März die Anwältin Brigitte Bitterli kommissarisch zur Stiftungsrätin ernannt.

Während sie der Stiftung nun interimistisch vorsteht, versucht die Aufsicht, herauszufinden, wo die Probleme im Skulpturenpark begraben sind und welche Lösungen es für diese geben könnte. Doch so schnell wird dieser Prozess nicht abzuschliessen sein: «Die Abklärungen werden noch Monate dauern», sagt BVSA-Geschäftsführer Martin Mayer.

Auf den Plan gerufen hatte die Stiftungsaufsicht die Demission des Stiftungsrats im Februar, nachdem ein Jahr zuvor bereits ein Grossteil des damaligen Stiftungsrats sein Mandat niederlegte: «Wenn ein Stiftungsrat geschlossen zurücktritt, erweckt das natürlich Misstrauen.

Was hier genau nicht stimmt, müssen wir nun herausfinden», sagt Mayer. Klar ist für ihn zurzeit nur eines: «Der Park muss unterhalten und gepflegt werden. Und die Sicherheit muss gewährleistet sein – es kann nicht sein, dass sich dort Unfälle ereignen.»

Bedenken bezüglich Sicherheit

Der zurückgetretene Stiftungsrat brachte unter anderem Bedenken bezüglich der Sicherheit der in die Jahre gekommenen Skulpturen des Dietiker Künstlers an, was dessen Witwe Maria Anna Weber vehement abstritt. Ungeachtet dessen sorgt aber vor allem auch die Organisationsstruktur immer wieder für Reibereien.

Der Park gehört zum Teil der Bruno Weber Stiftung, zum Teil der Familie des Künstlers, ausserdem gibt es eine Geschäftsführung – Fragen nach der Zuständigkeit sind bei dieser Konstellation vorprogrammiert. Dies dürfte auch einer der Gründe dafür sein, dass der Park trotz steigender Besucherzahlen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft.

Das Ziel der Aargauer Stiftungsaufsicht ist nun, so schnell wie möglich einen neuen Stiftungsrat einzusetzen. «Das dürfte sich in diesem Fall aber etwas schwieriger gestalten als üblich», sagt Martin Mayer. Denn dass die wiederholten Schwierigkeiten der Stiftungsräte mit den organisatorischen Strukturen im Park publik wurden, sei nicht gerade förderlich bei der Suche nach neuen Gesichtern für das Gremium – zumal dieses ehrenamtlich arbeitet.

Trotzdem ist Mayer zuversichtlich, dass eine gütliche Lösung gefunden werden könne. «Die Sache ist alles andere als hoffnungslos. Wir spüren sehr stark, dass viele Leute am Skulpturenpark hängen und sich für ihn einsetzen wollen.»

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