Weiningen/Geroldswil
Der Schulhausabwart testet das Eis mit dem Rasenmäher

In den Gemeinden Weiningen und Geroldswil haben die Schulhausabwarte Eisfelder erstellt.

Thomas Mathis (Text und Foto)
Merken
Drucken
Teilen
Als die Langzeitprognose eine Kälteperiode voraussagte, begann Clemente Giacomella mit der Erstellung des Eisfeldes.

Als die Langzeitprognose eine Kälteperiode voraussagte, begann Clemente Giacomella mit der Erstellung des Eisfeldes.

Thomas Mathis

Die anhaltende Kälte hat auch ihre schönen Seiten. Sie ermöglicht, dass man auf den Pausenhöfen Schlittschuhfahren kann. Damit neben dem Schulhaus ein gutes Eisfeld entsteht, braucht es Fachwissen und Personen, die freiwillig stundenlang das Eis bespritzen. Beim Schulhaus Schlüechti in Weiningen bringt Clemente Jacomella, der dort seit über 20 Jahren Hauswart ist, mit dem Feuerwehrschlauch jede zweite Stunde Wasser aufs Eis. In den Abend- und Nachtstunden stehen seine Kollegen im Einsatz.

200 Kubikmeter Wasser braucht es etwa, um das Eisfeld in Weiningen zu erstellen.

Ein Spritzvorgang dauert im Schnitt etwa 40 Minuten. In fünf Tagen entsteht so ein Eisfeld, das acht Zentimeter dick ist. «Die Herausforderung dabei ist das Gefälle auf dem Platz», sagt Giacomella. Die Unebenheiten auf der Sportwiese würden dazu führen, dass sich das Wasser in den Senken sammelt und nur langsam durchgehend gefriert.

In 13 von 21 Wintern hat Jacomella bereits ein Eisfeld erstellt. «Sobald eine längere Kälteperiode prognostiziert ist, beginne ich mit dem Bespritzen», sagt er. Nach fünf Tagen sei es dann Zeit, das Eis mit dem fahrbaren Rasenmäher zu testen. Wenn es dem Gewicht der grossen Maschine standhält, sei es bereit für die Schlittschuhläufer. Dann zahlt sich der grosse Aufwand aus: «Der Lohn ist die Freude der vielen Schlittschuhläufer», sagt der gebürtige Bündner.

Auch in Geroldswil haben die Heinzelmänner der Schule Huebwies ein Eisfeld erstellt. Seit Montag waren die Hauswarte täglich zehn Mal auf dem Eis, um die Fläche von knapp einem halben Fussballfeld mit Wasser zu bespritzen. «Ich habe mich gefreut, dass es dieses Jahr wieder möglich war, ein Eisfeld zu erstellen», sagt Schulhausabwart Beni Achermann. Sowohl Jacomella als auch Achermann freuen sich, wenn die Prognosen zutreffen und die Eisfelder während der nächsten Woche befahrbar bleiben.

Das Eisfeld beim Schulhaus Schlüechti wird heute um 10 Uhr eröffnet. Am Samstag, 28. Januar, findet voraussichtlich das vom Turnverein organisierte Eisfest statt.

Das Eisfeld beim Schulhaus Huebwis ist seit gestern für die Bevölkerung zugänglich.