Limmattal
Der Schnee bringt im Limmattal Freud und Leid mit sich

Wie immer bringt der Neuschnee gute und schlechte Seiten mit sich: Die Glätte auf den Strassen hat dem Spital Limmattal Patienten beschert, im öffentlichen Verkehr kam es zu Verspätungen. Zumindest geht der Skilift in Dietikon wohl bald auf.

Anina Gepp
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Spuren im Schnee in Urdorf
13 Bilder
Schneebilder aus dem Limmattal Januar 2013
Schneebedecktes Fahrzeug in Dietikon
Schneeräumung in Urdorf
Zauberhafte Aussicht aus einem Fenster der Kantonsschule Limmattal in Urdorf
Wintermärchenlandschaft oberhalb Kindhausen.
Leser Daniel Fluck traf dieses Meisli in seinem Garten in Geroldswil an
Blick aufs verschneite Limmattal
Endlich wieder Winter
Kunstvolle Spuren im Schnee in Urdorf
Der Schnee wurde bald zu Matsch
An der Kantonsschule Limmattal stehen Schaufeln und Besen bereit
In Dietikon fuhr der grosse Schneeräumungswagen auf

Spuren im Schnee in Urdorf

Limmattaler Zeitung

Die Dächer der Häuser tragen Weiss und die Äste der Bäume schwere Last. Es ist Winter, soweit das Auge reicht. Zur Freude der Schulkinder könnte dank des andauernden Schneefalls der nächsten Tage der Dietiker Skilift morgen wieder in Betrieb genommen werden.

Armin Strässle, Leiter der Abteilung Jugend und Freizeit Dietikon, ist zuversichtlich: «Der Wetterbericht besagt, dass noch weitere Schneefälle angesagt sind.» Heute werde die Situation neu beurteilt und dann entschieden, ob er Skiliftbetrieb aufgenommen werden kann.

Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Die kalten Temperaturen brachten nicht nur Schnee mit sich. Am Samstagabend sorgte Eisregen im Limmattal für eine Rutschpartie auf Strassen und Gehwegen.

Glatteis beschert Spital Patienten

Im Notfall des Spitals Limmattal seien über das Wochenende mehrere Patienten aufgenommen worden, die auf dem Eis ausgerutscht oder gestürzt sind, sagt Nadja Tamler, Kommunikationsverantwortliche des Spital Limmattal, auf Anfrage. «Die meisten von ihnen haben Handgelenksfrakturen erlitten», sagt sie. Entwarnung gibt es noch nicht: Für das kommende Wochenende sind erneut Minusgrade vorhergesagt, wodurch der Schnee festfrieren könnte.
Auch im Strassenverkehr ereigneten sich im Kanton Zürich gemäss Angaben der Kantonspolizei rund ein Dutzend Unfälle. Vier Personen wurden dabei leicht verletzt.

Obwohl gestern Morgen aufgrund von Schnee auf der Fahrbahn noch immer Chaos auf den Strassen herrschte, sei es im Limmattal zu keinen Unfällen gekommen, so die Kantonspolizei. Im ganzen Kanton Zürich ereigneten sich während des Morgenverkehrs jedoch ungefähr zehn Unfälle.

Chaos beim Busbetrieb der VBZ

Betroffen war auch der öffentliche Verkehr. Das Anpassen der Geschwindigkeit an die prekären Strassenverhältnisse führte zu Verspätungen bei den Bussen der Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ). «Wir hatten erhebliche Probleme. Bis 9 Uhr sind die Busse nur in unregelmässigen Abständen gefahren», bestätigt Andreas Uhl, Mediensprecher der VBZ, auf Anfrage. Die grössten Verspätungen hätten zwölf Minuten betragen. Nach 9 Uhr habe sich die Situation aber beruhigt, da der Schnee schmolz und die Busse fuhren wieder pünktlich und nach Fahrplan.

Auch die Flughäfen blieben nicht vom Winterwetter verschont. Hunderte Flüge in Europa mussten gestern gestrichen werden. Auch in Zürich fielen rund 25 An- und Abflüge aus und in Basel wurden zehn Flüge gestrichen. Laut Internetseiten der Flughäfen waren es in Genf 20 ausgefallene Verbindungen.