Limmattal
Der Schlieremer Stadtkreisel wird nun erst 2019 gebaut

Der Ausbau der Engstringerkreuzung und der Bau des Grosskreisels in Schlieren erfolgen erst später als geplant. Die Projekte müssen mit der Umsetzung der Limmattalbahn koordiniert werden.

Alex Rudolf
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Der geplante Stadtplatz Schlieren

Der geplante Stadtplatz Schlieren

Limmattaler Zeitung

Bereits im vergangenen Jahr ging der Zürcher Regierungsrat in seiner Planung der baulichen Massnahmen für Staatsstrassen auf die Bedürfnisse des Limmattals ein. Die flankierenden Massnahmen, die von Limmattaler Gemeinden und Parteien verlangt wurden, werden nun vom Regierungsrat im gestern erschienenen Strassenbauprogramm 2014 bis 2016 detailliert dargelegt.

Schlieremer Grosskreisel verzögert

Für die Massnahmen beim Knoten Industrie-/Mutschellenstrasse in Dietikon sind die verkehrs- und sicherheitstechnischen Untersuchungen erweitert worden. Daraus resultierte, dass eine niveaufreie Kreuzung zwischen Mutschellenstrasse und Limmattalbahn angestrebt wird. Ebenfalls in Dietikon wird der Knoten Badenerstrasse - im Volksmund als «Bunkerkreuzung» bekannt - «spätestens» bis zur Inbetriebnahme der Limmattalbahn umgestaltet.

Ursprünglich war der Bau eines Grosskreisels im Schlieremer Zentrum, der die Verkehrsführung im Bereich Zürcher-, Badener- und Ringstrasse gewährleisten sollte, für das Jahr 2014 geplant. Im letzten Jahr dann verschob der Regierungsrat die Realisierung des Kreisels und koppelte sie an den Ausbau der Kreuzung Engstringer-/Bernstrasse - beide Massnahmen waren damals für 2017 geplant.

Gestern wurde nun bekannt, dass zwar beide Projekte immer noch gleichzeitig realisiert werden sollen, dies aber erst zwei Jahre später, ab 2019, geschehen wird. Der Grund: Die Umsetzung soll auf das Projekt Limmattalbahn abgestimmt werden. Während sich die Kosten für den Ausbau der Engstringerkreuzung auf 40 Millionen Franken belaufen werden, soll der Grosskreisel 8 Millionen kosten.

Ball liegt bei den Gemeinden

Die Anpassungen des Haller-Knotens (Bern-/Überlandstrasse) und diejenigen am Knoten Gasometer-/Bernstrasse wie auch die Verlängerung des Anschlusses der Goldschlägeristrasse sollen, wie bereits bekannt war, noch vor der Inbetriebnahme der Limmattalbahn umgesetzt werden.

Wann die Umlegung der Niederholzstrasse vollzogen wird, darüber gibt der Regierungsrat keine Auskunft. Er schreibt lediglich, dass es für den geplanten Anschluss an die Überlandstrasse zwei Varianten gebe, die von Weiningen und Geroldswil «unterschiedlich beurteilt werden».

Das Fortschreiten des Einigungsprozesses habe Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Umsetzung, schreibt er weiter. Dass die beiden Gemeinden noch keinen gemeinsamen Standpunkt bezüglich der künftigen Nutzung der Fahrweidstrasse gefunden haben, wurde in diesem September in Stellungnahmen in den jeweiligen Amtsblättern ersichtlich.