Quartierentwicklung
Der Schlieremer Kesslerplatz lädt nun auch zum Verweilen ein

Trotz zweier vielbefahrener Strassen will eine Arbeitsgruppe des Quartierentwicklungsprojekts „Schlieren Südwest“ den Platz zum Begegnungsort umgestalten. Neben Sitzgelegenheiten stehen der Bevölkerung nun auch zwei öffentliche WC’s zur Verfügung.

Florian Niedermann
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Florian Niedermann

Am Schlieremer Kesslerplatz, gleich vor dem Gebäude, in dem auch die Migros ihre Filiale hat, stehen seit Dienstagmittag ein neuer Tisch, sowie vier Bänke und Pflanzenkisten. Hier sollen sich bald schon Schüler des Schulhauses Kalktarren, Kunden des Grossisten und Bewohner des Quartiers auf einen Schwatz treffen, oder ihren Zmittag geniessen können.

Für das neue Mobiliar zeichnet eine Arbeitsgruppe der Schlieremer Stadtteilentwicklungsprojekts „Schlieren Südwest“ verantwortlich. Zusammen mit Quartierkoordinatorin Sara Huber als Mittelsperson und der Stadt Schlieren realisierten sie einen lang gehegten Wunsch: ein Treffpunkt am Kesslerplatz. Rundherum befinden sich mit der Kessler- und der Badenerstrasse zwar zwei stark befahrene Strassen, doch als sich Huber mit Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin, dessen Frau Erica, GLP-Gemeinderat Andreas Kriesi und dem Projektgruppen-Mitglied Hans Billwiller zum Einweihungs-Zmittag trifft, kommt doch ein bisschen Pick-Nick-Stimmung auf.

„Der Ort hat als Begegnungsort definitiv Potenzial. Das neue Mobiliar ist zumindest ein erster Schritt dahin“, sagt Huber. Es mussten schon einige Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit der möblierte Sitzplatz entstehen konnte. Die Grundbesitzerin, die Migros Pensionskasse, sei zunächst skeptisch gewesen, weil man noch schlecht abschätzen könne, durch wen und wie der Platz genutzt wird. Doch die Quartierkoordinatorin sieht es als ihre Aufgabe, bei allfälligen Problemen auf die Nutzer vor Ort zuzugehen.

Die Pensionskasse willigte schliesslich in einen Versuchsbetrieb bis Ende Oktober ein und erklärte sich sogar bereit, die WCs neben dem Sitzplatz der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Reinigung übernimmt die Stadt Schlieren. In knapp vier Montaten werde man in Rücksprache mit der Grundeignerin entscheiden, ob das Mobiliar stehen bleiben kann, so Huber.