In Schlieren lebt es sich gut – solange man dem Bahnhof fernbleibt: Dies ist der Tenor der im Januar veröffentlichten SP-Umfrage zur Lebensqualität in Schlieren. Diese hat zutage gebracht, dass sich ein beachtlicher Teil der Bevölkerung am Bahnhof und in den umliegenden Unterführungen unsicher fühlt.

Pascal Leuchtmann, SP-Gemeinderat und Mitinitiator der Bevölkerungsumfrage, reagiert nun auf diese Ergebnisse. Er hat ein Postulat eingereicht, in dem er vom Stadtrat verlangt, zu prüfen, «ob und wie die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl im Bereich des Bahnhofs Schlieren verbessert werden kann.» Leuchtmann schlägt dem Stadtrat auch gleich verschiedene Ansätze zur Sicherheitssteigerung vor.

Einerseits sollen bauliche Massnahmen den Bahnhof heimeliger machen: Spiegel, ein neues Beleuchtungskonzept und Verbreiterungen der Durchgangswege sollen für mehr Übersicht sorgen; das Installieren von Notrufsäulen und Alarmeinrichtungen sowie das Anbringen von Überwachungskameras soll den Menschen ein Gefühl von höherer Sicherheit vermitteln. Darüber hinaus soll die Anonymität gesenkt und Belebungsmassnahmen vorgenommen werden: So stellt er sich vor, dass «regelmässige, gezielte Events, lustvolle Gestaltung der Unterführungen» sowie ein «Mini-Shopville im Bahnhof» sich auf das Sicherheitsgefühl positiv auswirken könnten.

Andererseits soll jedoch auch die Präsenz von Polizei und Sicherheitsdiensten erhöht werden. So soll der städtische Polizeiposten gleich ins Bahnhofareal oder ins Stationsgebäude verlegt werden. Zudem schlägt er den Einsatz von privaten sowie von der SBB angebotenen Sicherheitsdiensten vor. Eine «optimierte Zusammenarbeit von Bahnhofpolizei, Kapo, Stapo und anderen Sicherheitsdiensten» soll den Bahnhof so wieder zu einem sichereren Ort machen. (rue)